Holger Falk

Bariton

„Falk singt mit einer enormen klanglichen Bandbreite, die keine musikvergessene Entspannung zulässt: Es ist, als bissen sich die Texte mit jeder Silbe, jedem Ton tiefer ins Ohr hinein (…) Falks Gestaltungsvermögen ist sensationell“, urteilt die ZEIT und die Washington Post jubelt: „Falk charakterisiert jedes Wort so lebendig, dass man seine Botschaft auch verstünde, sänge er in Vedischem Sanskrit!“ Beweglichkeit, Farbigkeit und Unmittelbarkeit im Ausdruck machen Holger Falk zu einem international gefragten Interpreten. Sowohl mit zahlreichen Opernengagements als auch als begeisterter Konzert- und Liedsänger ist er an großen Häusern in ganz Europa und den USA zu Gast und arbeitet mit namhaften Dirigenten und Regisseuren zusammen.

Eine große Leidenschaft verbindet ihn mit dem zeitgenössischen Musiktheater. Zahlreiche neue Partien wurden speziell für Holger Falk komponiert: So sang er die Uraufführungen Der Goldene Drache von Peter Eötvös an der Oper Frankfurt und bei den Bregenzer Festspielen sowie Ein Brief von Manfred Trojahn an der Oper Bonn. Für seine überragenden Interpretationen der Partien der Kassandra in Iannis Xenakis Oresteia (2017), des Johannes in Georg Friedrich Haas‘ Morgen und Abend (2017) sowie des Lord Byron in Michael Wertmüllers Uraufführung Diodati. Unendlich (2019) wurde er vom Magazin Opernwelt bereits dreimal für den Sänger des Jahres nominiert. Weiterhin interpretierte er Werke von Komponisten wie Wolfgang Rihm, Beat Furrer, Georges Aperghis, Bernhard Lang, Miroslav Srnka, Vladimir Tarnopolski und Steffen Schleiermacher und war an der Bayerischen Staatsoper, der Staatsoper Hamburg, der Oper Frankfurt, am Theater an der Wien, am Theater Basel, am Théâtre de la Monnaie Brüssel, am Teatro Real Madrid, am Théâtre des Champs-Élysées Paris und an der Nationaloper Warschau zu Gast.

Regelmäßig konzertiert er mit Ensembles für Neue Musik wie dem Klangforum Wien, dem Ensemble Modern, dem Ensemble Resonanz, der Musikfabrik NRW, dem Doelen Ensemble Rotterdam, der Basel Sinfonietta sowie mit Ensembles für Barockmusik wie dem Elyma Genève (Monteverdis Orfeo), Elbipolis Hamburg (Graupners Dido), dem Concerto Köln (Hasses Leucippo) und der Kammerakademie Potsdam (Mendelssohns Elias).

In der Saison 2021/22 wird er den Jaufré Rudel in L’Amour de loin von Kaja Saariaho an der Oper Köln (Regie: Johannes Erath) sowie die Titelpartie in Thomas von G. F. Haas an der Bayerischen Staatsoper (Regie: Anna-Sophie Mahler) singen. Weiterhin bringt er Chaya Czernowins Atara mit dem RSO Wien bei Wien Modern zur Uraufführung und ist erneut mit dem Klangforum Wien im Wiener Konzerthaus zu Gast.

Holger Falks diverse CD-Produktionen, darunter eine vierteilige Reihe der Lieder Hanns Eislers (MDG), die Gesamteinspielungen der Mélodies et Chansons von Erik Satie und aller 115 Mélodies von Francis Poulenc (MDG) und Il Gondoliere Veneziano – ein musikalischer Spaziergang durch Venedig (Prospero), erhielten renommierte Auszeichnungen: Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2017, CD des Monats (Opernwelt), Gramophone Editor‘s Choice Award, ECHO Klassik 2016 sowie die Nominierung von Opus Klassik als Sänger des Jahres und solistische Einspielung Gesang: Lied 2019.

Er begann seine musikalische Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen. Sein Gesangsstudium absolvierte er in Würzburg und in Mailand bei Sigune von Osten, Franco Corelli und Neil Semer. Holger Falk ist Professor für Liedinterpretation und Aufführungspraxis für zeitgenössische Musik an der Kunstuniversität Graz.

Oper / Musiktheater:

Alban Berg Wozzeck (Wozzeck)
Benjamin Britten Billy Budd (Billy Budd)
Peter Maxwell Davies Eight songs for a mad king (King Georg)
Claude Debussy Pelléas et Mélisande (Pelléas)
Gaetano Donizetti Il campanello di notte (Enrico)
Peter Eötvös Der Goldene Drache (Der Mann, Ein Asiate), Paradise Reloaded – Lillith (Lucifer)
Hans Gefors Skuggspel (Der Gelehrte)
Detlev Glanert Die drei Rätsel (König Zephalus, Fliege)
Heiner Goebbels Landschaft mit entfernten Verwandten (Bariton)
Christoph Graupner Dido (Juba)
Georg Friedrich Haas Morgen und Abend (Johannes)
Johann Adolf Hasse Leucippo (Nunte)
Hans Werner Henze Boulevard Solitude (Lescaut), El Cimarrón (Cimarrón), Der Prinz von Homburg (Prinz), Das Floß der Medusa (Jean-Charles)
Emmerich Kálmán Die Csárdásfürstin (Edwin)
Franz Lehár Die Lustige Witwe (Danilo)
Benoît Mernier Frühlings Erwachen (Moritz Stiefel)
Claudio Monteverdi Combattimento di Tancredi e Clorinda (Testo), L’Orfeo (Orfeo). L’incoronazione di Poppea (Ottone), Il Ritorno d´Ulisse in patria (Ulisse)
Wolfgang Amadeus Mozart Die Zauberflöte (Papageno)
Jan Müller-Wieland Die Irre oder nächtlicher Fischfang (Der Mann)
Fabián Panisello L’officina della resurrezione (Baritone)
Giacomo Puccini Madama Butterfly (Sharpless)
Francis Poulenc Les mamelles de Tirésias (Le Mari)
Wolfgang Rihm Die Eroberung von Mexico (Cortéz), Dionysos (N./Nietzsche/Dionysos), Jakob Lenz (Jakob Lenz)
Gioachino Rossini Il barbiere di Siviglia (Figaro)
Steffen Schleiermacher Kokain (Tobias 2)
Miroslav Srnka Make no Noise (Joseph)
Johann Strauß Die Fledermaus (Gabriel von Eisenstein)
Vladimir Tarnopolski Jenseits der Schatten (Gefangener)
Manfred Trojahn Enrico (Enrico), Ein Brief (Lord Chandos)
Viktor Ullmann Der Kaiser von Atlantis (Kaiser)
Michael Wertmüller Weine nicht, singe! (Aki), Diodati.Unendlich (Lord Byron)
Iannis Xenakis Oresteia (Kassandra, Athena)
Bernd Alois Zimmermann Die Soldaten (Stolzius)

12. September 2021, 18:00 Uhr, Protestantische Kirche (Kirchheim an der Weinstraße), Kirchheimer Liedersommer

Programm: Lieder von Robert Schumann (Lieder nach Gedichten von Justinus Kerner op.35) und Wolfgang Rihm (Wölfli-Lieder, Neue Alexander-Lieder)

Mitwirkende: Barbara Baun (Klavier), Holger Falk (Bariton)


24. Oktober 2021, 18:00 Uhr, Oper Köln – Staatenhaus Saal 1 – Premiere
27./29. Oktober 2021, 19:30 Uhr, Oper Köln – Staatenhaus Saal 1
31. Oktober 2021, 18:00 Uhr, Oper Köln – Staatenhaus Saal 1
6./10./13. November 2021, 19:30 Uhr, Oper Köln – Staatenhaus Saal 1

Programm: Kaja Saariaho L’Amour de Loin

Mitwirkende: Gürzenich-Orchester Köln, Chor der Oper Köln, Constantin Trinks (musikalische Leitung), Johannes Erath (Inszenierung), Bernhard Hammer (Bühne), Katharina Tasch (Kostüme), Nicol Hungsberg (Licht), Bibi Abel (Video), Georg Kehren (Dramaturgie), Holger Falk (Jaufré Rudel), Emily Hindrichs (Clémence), Adriana Bastidas-Gamboa/Katrin Wundsam (Der Pilger)

Il Gondoliere Veneziano– Gondolierslieder des 18. Jahrhunderts in Venezianischer Klanglandschaft

In Il Gondoliere Veneziano verbinden sich die Musik und die Klanglandschaft Venedigs in außergewöhnlicher Weise. Wie einst inspirieren die Alltagsgeräusche die Lieder des Gondoliere zu neuer musikalischer Interpretation. Zugleich werden die Soundscapes von der Musik beeinflusst, wenn sich in einer Art Klangmetamorphose Geräusche des Alltags in Referenz an die Musik des Gondoliere zu musikalischen Klängen und Tönen verwandeln. Die Basis des Programms bilden die „Canzoni da battello“, die der Bariton Holger Falk zusammen mit dem Barock-Ensemble „Nuovo Aspetto“ unter der Leitung von Michael Dücker musiziert. Die elektroakustischen Venedig-Stücke des Duos Merzouga stehen kontrasthaft zwischen den Canzoni da Battello, nehmen barocke Fragmente motivisch auf, transponieren melodische Elemente in die zeitgenössische Klangsprache, wobei die Integrität der barocken Musik bewahrt bleibt. In Verbindung dieser beiden Ansätze entsteht ein Venedig-Soundtrack als durchkomponiertes Gesamtwerk. Kirchenglocken, Stimmen, der Klang venezianischer Plätze, die akustische Intimität verwinkelter Gassen, Wasser, Wellen und schlagende Paddel umspielen die Gesänge der Gondoliere.

Besetzung:
Holger Falk (Bariton)
Klangkunst-Duo „Merzouga“: Janko Hanushevsky & Eva Pöpplein (elektroakustische Klangkomposition)
Ensemble „Nuovo Aspetto“: Michael Dücker (Laute), Johanna Seitz (Harfe), Elisabeth Seitz (Salterio), Hartmut Becker (Cello), Evgeny Sviridov (Violine), Daniel Lanthier (Oboe), Leonard Schelb, (Traversflöte), Adrián van der Spoel (Barockgitarre), Andreas Nowak (Perkussion)

Premiere:
17. April 2019, Elbphilharmonie Hamburg, Kleiner Saal
– Eröffnung des Osterfestivals zum Thema Venedig

Holger Falk, als Opern- und Liedinterpret gleichermaßen begehrt, findet genau den richtigen Ton für diese Musik: mit einem leichten Klang, der in seinem fast tenoralem Timbre Schlichtheit und Süße vereint. (…) Wie ein vokales Chamäleon wechselt Holger Falk die Farbe mit der Umgebung der Musik.
Hamburger Abendblatt, Marcus Stäbler, 20. April 2019

Aufnahme & Ausstrahlung des Programms durch den WDR (Saison 2018/19).


Lieder von Hanns Eisler

In einer vierteiligen CD-Edition präsentieren Holger Falk und Steffen Schleiermacher das Lied-Œuvre von Hanns Eisler. Die erste veröffentlichte CD Hanns Eisler Lieder Vol. 1 wurde bereits mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2017 ausgezeichnet und für den Editor’s Choice Award des Gramophone Magazines nominiert. Die zweite CD Lieder Vol. 2 ist im September 2017 erschienen und erhielt ebenfalls positive Resonanz. Das Duo ist regelmäßig auf dem Konzertpodium im Liederabend zu erleben.

Das für ihre Erik Satie-Einspielung mit dem ECHO-Klassik 2016 honorierte Duo eröffnet eine neue Sichtweise auf den Schüler Schönbergs, der lange auf ein überzeugt kommunistisches Schaffen reduziert und in die linke Ecke geschoben wurde. Die Künstler überzeugen in ihrer Ausdrucksvielfalt, Falks präziser Textverständlichkeit und einer beeindruckenden Interpretation der überaus vielseitigen Eisler Lieder. Die erste CD präsentiert Lieder aus der Zeit zwischen 1929 und 1937, deren Texte vorwiegend von Bertolt Brecht stammen und in erster Linie Arbeiter-und Kampflieder sind. Die folgenden drei Aufnahmen widmen sich jeweils einer bestimmten Zeitspanne in Hanns Eislers künstlerischem Schaffen und reichen von Arbeiter-und Kampfliedern, über Chansons und Kunstliedern bis hin zu 12tönigen Kinderliedern.

Besetzung:
Holger Falk (Bariton)
Steffen Schleiermacher (Klavier)

Vor allem aber hat sich der Bariton Holger Falk die Rolle des ausgetickten Monarchen mittlerweile vollends zu einer zweiten Haut gemacht, und zwar nicht nur deren oft handfest naturalistisch herausgeschrienen Wahnsinn mit Kichern, Ächzen im Strohbass und Singen im unmenschlich hohen Falsett. Nein, Holger Falk entdeckt auf wundersame Weise auch, welche aufrichtige Menschlichkeit und Schönheit der Stimme unter den Bandagen des Patienten noch erhalten ist. Es muss hinreißend sein, das vielleicht irgendwann noch einmal im Theater zu erleben.
Abendzeitung München, Michael Bastian Weiß, 13.1.2021

Der Wahnsinn. (…) Bariton Holger Falk, dessen darstellerische und sängerische Leistung erneut Bewunderung abringt (…). Wie Falk seine Stimme sicher durch extremste Lagen segeln lässt und mit Fortschreiten der Vorstellung das langsame Hinübergleiten des Königs in den Wahnsinn spürbar werden lässt, dies durchsetzt von kurzen Momenten der Klarheit, verdient nicht nur auf virtuellem Wege Applaus.
Münchner Merkur, Tobias Hell, 13.1.2021

Der Bariton Holger Falk intoniert die seltenen kantablen Passagen mit einem herrlich lyrischen Bariton, ist aber ebenso fulminant zu den krassen Geräuschen fähig, die bis zu fünf Oktaven umfassen. Das geht von einzeln hervorgestoßenen Tönen bis hin zu Kreischen, Krächzen, Kichern, Blöken. Zudem gestaltet er die einzelnen Stimmungslagen minutiös aus. Wenn der Protagonist sich mit Gott vergleicht, der ja auch ein König sei, stößt Falk das Wort „King“ geradezu ekelerfüllt hervor. Wenn der König betont, er sei nicht krank, aber sehr wohl nervös, kommt nur noch ein Stottern aus dem Mund des Sängers; schließlich endet im letzten der acht Gesänge der Gesang, der Sänger muss sich auf ein Deklamieren beschränken, was Falk bis ins Letzte verständlich über die Lippen bringt.
bachtrack.com, Rainer Zerbst 13.1.21

Der Sänger Holger Falk (48) ist ein Star, nicht nur im zeitgenössischen Musikumfeld. Spektakulär zu nennen ist, als Beispiel nur, die Einspielung sämtlicher Lieder von Hanns Eisler (155 an der Zahl!) auf vier CDs; wir rezensierten diese mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik geadelte Gesamtaufnahme und befanden sie im Nachhinein als untoppbar… (…). Die sängerische Herausforderung dieses genialen Stücks Musiktheater ist enorm. Falks stimmakrobatisches Spannband umfasst eine Dehnung zwischen Wasserkesselpfeifdiskant bis Bärenbrummen. Er verübt nicht nur ausschweifend schön und gleichsam hässlich anmutende Vokalisen, sondern tut sich auch als Meister der Koloratur beweisen. Ohnehin beeindruckt seine Mimik; er bestimmt sich also auch berserkernd-schauspielernd als ein Theater-Tier der absoluten Extraklasse. Phänomenale Präsenz!
Von daher schon – in allererster Linie wegen Falk – ein singdarstellerisches Großereignis; unbedingt dabeisein, doch!
kultur-extra.de, Andre Sokolowski, 12.1.2021

Und es ist schlicht großartig, was Falk und seine Mitstreiter aus den vor allem aus dem 18. Jahrhundert überlieferten canzoni machen. Die immense Beweglichkeit, gestalterische Intelligenz, musikalische Intuition und technische Exzellenz des Solisten sind seit Langem bekannt, man denke nur an seine formidablen Eisler- und Satie-Recitals. Aber es steckt auch ein begnadeter Erzähler in ihm, der im vermeintlich einfältigen Volkston der aus den Gondeln aufsteigenden Barkarolen alle möglichen Farben entdeckt. Liebe und Sehnsucht, Übermut und Melancholie, (…), für jede Stimmung, jede Herzenssache finden die kundig flanierenden Spurensucher den rechten Ausdruck.
Opernwelt, Albrecht Thiemann, August 2020

Er versteht es, vokal zu grimassieren: Er zetert und züngelt, säuselt und näselt – dort wo es passt. Aber er kann auch natürlich schön – dass Falk über einen Bariton von ausgesprochen wohlklingender Substanz verfügt und dass er Linien ganz organisch atmend gestaltet, hat er bereits bei seinem letzten CD-Projekt bewiesen, einer hoch gelobten Serie der Lieder von Hanns Eisler.
Frankfurter Rundschau, Stefan Schickhaus, 16. Juli 2020

Diese Platte ist eine der schönsten Venedig-Hommagen, weil sich Holger Falk das Elektronikmusikduo Merzouga in die Gondel geholt hat. Die beiden haben vor Ort (…) Akustikschnipsel verarbeitet und zwischen die Songs eingestreut, die Holger Falk frech, übermutig, prall, lasziv singt. Die CD ersetzt einen Venedig-Besuch (…) und vermeidet jede Ansteckungsgefahr, außer der durch die Musik.
Süddeutsche Zeitung, Reinhard J. Bremeck, 23. Juni 2020

Großzügig disponiert er Emphase und Ironie, manchmal sogar gleichzeitig, und spinnt dabei unermüdlich feinste musikalische Linien im Volkston.
Die deutsche Bühne, Andreas Falentin, Juni 2020

Seine Stimme stellt Falk auch hier wieder hingebungsvoll in den Dienst der Deklamation und der Verlebendigung eines Gefühlszustandes, bei absoluter Textverständlichkeit. Er singt und gibt sich romantisch und spielt auch in komödiantischer Manier Commedia dell‘arte. Die Stimme verstellt er von geifernder Alter, bis knarzendem Liebhaber, er zetert, weint oder flüstert und schmachtet.
Klassikfavori, Sabine Weber, 28. Mai 2020

Es ehrt Falk, dass er nicht den leichten Weg ging und sein Programm mit Schlagern à la O Sole Mio füllte, die gar nichts mit Venedig zu tun haben, sondern authentische venezianische Kanzonen singt, deren Schönheit man viel lieber genießt als unpassende Lieder. (…) Ein anderes Plus ist Falks Gesang. Er versucht nicht, die Lieder künstlich zu veredeln, sondern singt sie mit der besonderen Klangfarbe der Gattung so genuin wie möglich, temperament- und kraftvoll sowie mit sprühender Rhetorik, mal ruhig-besinnlich, mal aufgeregt-leidenschaftlich oder richtig neckisch.
Pizzicato, Remy Franck, 11. April 2020

Holger Falks Bariton mit hoher Tessitura und seine einfühlsame Diktion verliehen jedem einzelnem Wort dieser Meditation Klarheit und Bedeutung.
Opernglas, Agustin Blanco-Bazán, April 2020

Holger Falk kann sich der Fortsetzung der Gedanken mit kammermusikalischen Mitteln hingeben: ein halbstündiger Monolog à la Thomas Bernhard, der die subtilen Möglichkeiten seines Baritons hörbar macht.
Opernwelt, Hartmut Regitz, April 2020

Trojahn komponierte den Halbstünder für eine Beethoven-Besetzung und den herausragenden Bariton Holger Falk. Der trägt das in einer transluziden Prosodie vor, halb gesungen, halb gesprochen, unaffektiert, bannend und berührend.
Die Welt, Manuel Brug, 5. März 2020

Dann hebt Falks virtuos von tiefsten Baritonlagen bis ins Countertenor-Falsett geführter Gesangspart an. Falk meistert die Tücken dieser höchst anspruchsvoll gesetzten Partie famos, seine Diktion ist makellos plastisch und intellektuell erfüllt.
Neue Zürcher Zeitung, Regine Müller, 14. Februar 2020

Zumal, wenn man einen Sänger zur Verfügung hat wie Holger Falk, der einen mitnimmt, fast hineinzwingt in Hofmannsthals poetischen Endzeit-Sprachdschungel, der seine Stimme bruchlos von der tiefen Baritonlage bis ins Falsett zu führen versteht, der keinen Druck braucht, nie zu laut ist und so präzise und erfüllt artikuliert, dass man jedes Wort versteht.
Die Deutsche Bühne, Andreas Falentin, 9. Februar 2020

(…) der Sänger [vermag] seiner Stimme so viele Nuancen zwischen Zerbrechlichkeit und Wucht abzugewinnen, dass sich gerade wegen dieser stets identischen Ausgangspalette die chamäleonhafte Wandlungsfähigkeit der Eisler’schen Ausdruckswelt besonders gut erschließt. Kleine Ironisierungen wie in manchen Tucholsky-Vertonungen sind möglich und liegen Falk gut, doch viel öfter geht es um Töne großer, schmerzlicher Sehnsucht.
Die Art etwa, wie er in den Hölderlin-Vertonungen des „Songbooks“ mit schlackenlos sachlichem Ernst ohne opernhafte Aufplusterungen und punktgenau artikulierend die dichterischen und musikalischen Inhalte vermittelt, ist klarer, direkter und deutlicher als bei Fischer-Dieskau oder Goerne, gestützt von Schleiermachers kristallklarer und nie falsch bescheidener, sondern offensiv gestisch formender Mitgestaltung. 
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Gerald Felber, 11. November 2019

Holger Falk, als Opern- und Liedinterpret gleichermaßen begehrt, findet genau den richtigen Ton für diese Musik: mit einem leichten Klang, der in seinem fast tenoralem Timbre Schlichtheit und Süße vereint. (…) Wie ein vokales Chamäleon wechselt Holger Falk die Farbe mit der Umgebung der Musik.
Hamburger Abendblatt, Marcus Stäbler, 20. April 2019

Holger Falk glückt stimmlich und darstellerisch ein starkes Charakterportrait des angeberischen Dandys Byron.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Werner M. Grimmel, 27. Februar 2019

Primus inter Pares und auch schauspielerisch eine Wucht: Holger Falk als Lord Byron
Die Zeit, Mirko Weber, 27. Februar 2019

Mit dem Bariton Holger Falk steht für Lord Byron ein perfekter Interpret zur Verfügung. Mit stimmlicher und darstellerischer Exaltation realisiert er die Figur des zerrissenen, genuss- und sexsüchtigen, idealistischen und letztlich einsamen romantischen Helden.
Neue Zürcher Zeitung, Thomas Schacher, 23. Februar 2019

Das Ensemble ist schlicht phänomenal. Holger Falk brilliert als Byron mit ungeheurer Bariton-Bandbreite.
BR Klassik, Jörn Florian Fuchs, 22. Februar 2019

Da der Bariton Holger Falk eine Textverständlichkeit von hundert Prozent zu bieten hat, bleibt der sprechende Charakter dieser Lieder keine theoretische Größe, sondern wird zum Hörgenuss. Falk beherrscht das Energisch-Kernige ebenso wie das Gedankenverlorene. Hier beherrscht ein Sänger seine Stimme mit genialer Natürlichkeit, auch wo er karikiert.
Fono ForumJohannes Schmitz, November 2018

Falk singt mit einer enormen klanglichen Bandbreite, die keine musikvergessene Entspannung zulässt: Es ist, als bissen sich die Texte mit jeder Silbe, jedem Ton tiefer ins Ohr hinein (…) Falks Gestaltungsvermögen ist sensationell, und mit Steffen Schleiermacher (dem Pianisten) hat er einen ebenbürtigen Partner gefunden.
Die Zeit, Hannah Schmidt4. Oktober 2018

Falk, ein „Baritenor“, interpretiert jedes der in ihrem Gestus so vielfältigen, auch unterschiedlichen, ja gegensätzlichen Lieder akkurat und stimmig, nutzt dabei einen Ausdrucksambitus von chansonhafter Pfiffigkeit über die revuehafte Verführung, den bohrenden Balladenton zur agitatorische Aggression, verweigert sich zugleich aber dem allzu vordergründig erhobenen Zeigefinger.
Opernwelt, Gerhard Persche, September 2018

Für die Hauptpartie braucht es einen Bariton, der über eine souverän geführte Kopfstimme gebietet, denn die Wahnsinns-Passagen sind durchweg im Falsett zu singen. Er wurde mit Holger Falk gefunden; auch sein wandlungsfähiges, ungemein eindringliches Spiel macht ihn zur Idealbesetzung.
Opernwelt, Volker Tranow, 1. März 2018

Wie einige französische Baritone – Pierre Bernac und Charles Panzéra – ist Falk ein Wortkünstler hohen Ranges, der über die leisen Intonationen eines Diseurs ebenso verfügt wie über den harschen Kommandoton eines Feldwebels.
Jürgen Kesting, Opernwelt 11/2017, „CD des Monats“

So wie hier hat man Eislers Lieder noch nicht gehört, so fein und klug interpretiert, so individuell ausgedeutet. Holger Falk und Steffen Schleiermacher repräsentieren eine neue Generation von Eisler-Interpreten.
hr2, Niels Kaiser, 23. Mai 2017

Iannis Xenakis‘ „Orestie“ in Basel: Zu hören ist ein großartiger Bariton, Holger Falk, (…) der hinreißend selbstverständlich Normallage und Falsett hin und herwechselt: drohend, lockend, fatalistisch. Der Paradigmenwechsel der Athene und vor allem die Todesangst der Kassandra werden durch Falks vokale Entgrenzung zum Zentrum des Abends.
Süddeutsche Zeitung, Reinhard Brembeck, 5. April 2017

Il Gondoliere Veneziano –
A musical voyage through Venice

Prospero (2020)
Holger Falk, Bariton
Nuovo Aspetto
Merzouga

Hanns Eisler
Lieder Vol. 2
Lieder 1948-1962

MDG (2017)
Holger Falk, Bariton
Steffen Schleiermacher, Klavier

Hanns Eisler
Lieder Vol. 4
Lieder 1917-1929

MDG (2019)
Holger Falk, Bariton
Steffen Schleiermacher, Klavier

Hans-Jürgen von der Wense
Klavierwerke, Lieder, Kammermusik

ES DUR (2016)
Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin
Steffen Schleiermacher, Klavier
Holger Falk, Bariton, u. a.

Hanns Eisler
Lieder Vol. 1
Lieder und Balladen
1929-1937

MDG (2017)
Holger Falk, Bariton
Steffen Schleiermacher, Klavier

Hanns Eisler
Lieder Vol. 3
Lieder 1938-1948

MDG (2018)
Holger Falk, Bariton
Steffen Schleiermacher, Klavier

Peter Eötvös
Paradise Reloaded

BMC-Records (2016)
Hungarian Radio Symphony Orchestra, Gregory Vajda, Dirigent
Holger Falk, Lucifer

Erik Satie
Intégrale des Mélodies et Chansons

MDG (2015)
Holger Falk, Bariton
Steffen Schleiermacher, Klavier

 


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