Holger Falk

Bariton

„Falk singt mit einer enormen klanglichen Bandbreite, die keine musikvergessene Entspannung zulässt: Es ist, als bissen sich die Texte mit jeder Silbe, jedem Ton tiefer ins Ohr hinein (…) Falks Gestaltungsvermögen ist sensationell“, urteilt die ZEIT und die Washington Post jubelt: „Falk charakterisiert jedes Wort so lebendig, dass man seine Botschaft auch verstünde, sänge er in Vedischem Sanskrit!“ Beweglichkeit, Farbigkeit und Unmittelbarkeit im Ausdruck machen ihn zu einem international gefragten Interpreten.

Eine große Leidenschaft verbindet ihn neben dem barocken und klassischen Repertoire mit dem zeitgenössischen Musiktheater. So sang er Wolfgang Rihms große Hauptpartien: Jakob Lenz an der Nationaloper Warschau und Dionysos am Theater Heidelberg sowie auf Einladung von Gérard Mortier den Cortez in Die Eroberung von Mexico am Teatro Real Madrid. Zahlreiche neue Partien wurden darüber hinaus für Holger Falk geschrieben. So brachte er Der Goldene Drache von Peter Eötvös an der Oper Frankfurt und bei den Bregenzer Festspielen zur Ur-/Erstaufführung und sang Eötvös Paradise reloaded am Palace of Arts–Müpa Budapest. Weiterhin interpretierte er die Premieren von Frühlings Erwachen von Benoit Mernier am La Monnaie Brüssel, Make no Noise von Miroslav Srnka an der Bayerischen Staatsoper München, Weine nicht, singe! von Michael Wertmüller an der Hamburgischen Staatsoper, Enrico von Manfred Trojahn an der Oper Frankfurt sowie Werke von Steffen Schleiermacher (Kokain), Jan Müller-Wieland (Die Irre), Hans Gefors (Schattenspiele), Vladimir Tarnopolski (Jenseits der Schatten), Beat Furrer (La biancha notte), Fabián Panisello (L ́officina della resurrezione) und Georges Aperghis (Le Soldat inconnu). Für seine überragenden Interpretationen der Partie der Kassandra in Xenakis Oresteia (2017) sowie des Lord Byron in Michael Wertmüllers Uraufführung Diodati. Unendlich (2019) am Theater Basel wurde er von der Opernwelt bereits zweimal für den Sänger des Jahres nominiert. 2018 gab er als Jean-Charles in Hans Werner Henzes Das Floß der Medusa mit den Bochumer Symphonikern sein Debüt bei der RuhrTriennale. 2020 interpretierte er die Uraufführung des Monodramas Ein Brief von Manfred Trojahn mit dem Beethoven Orchester an der Oper Bonn.

Als begeisterter Konzert- und Liedsänger war Holger Falk u. a. an der Kölner Philharmonie, der Elbphilharmonie Hamburg, am Konzerthaus Berlin, am Gewandhaus Leipzig, bei den Schwetzinger SWR Festspielen, beim Heidelberger Frühling, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart, beim Rheingau Musik Festival, bei den Berliner Festspielen, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, am Palais des Beaux-Arts Bruxelles, der Franz-Liszt-Akademie Budapest, am Wiener Konzerthaus, beim Steirischen Herbst Graz, am Muziekgebouw aan’t IJ Amsterdam, am Megaron Athen sowie bei der Frick Collection NYC und Phillips Collection Washington zu Gast.

Für die CD Hanns Eisler Lieder Vol. 1, die erste einer vierteiligen Reihe der Lieder Hanns Eislers (MDG), erhielt er die Auszeichnungen Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2017, CD des Monats (Opernwelt) und Gramophone Editor´s Choice Award. Er ist Preisträger des ECHO Klassik 2016 für seine Gesamtaufnahme der Mélodies et Chansons von Erik Satie und veröffentlichte eine Gesamteinspielung aller 115 Mélodies von Francis Poulenc (MDG). 2017/18 folgten die Aufnahmen Hanns Eisler Lieder Vol. 2 und Lieder Vol. 3, für Vol. 3 wurde er 2019 für den Opus Klassik als Sänger des Jahres und solistische Einspielung Gesang: Lied nominiert. In der Saison 2019/20 wurden die CDs Hanns Eisler Lieder Vol. 4 (MDG) und Il Gondoliere Veneziano (Prospero) – ein musikalischer Spaziergang durch Venedig – veröffentlicht.

In der Saison 2020/21 singt Holger Falk u. a. Liederabende im Pierre Boulez Saal Berlin, am deSingel Antwerpen, am Wiener Konzerthaus, bei den Musikfestspielen Potsdam und beim Bodenseefestival.

Oper / Musiktheater:

Alban Berg Wozzeck (Wozzeck)
Benjamin Britten Billy Budd (Billy Budd)
Peter Maxwell Davies Eight songs for a mad king (King Georg)
Claude Debussy Pelléas et Mélisande (Pelléas)
Gaetano Donizetti Il campanello di notte (Enrico)
Peter Eötvös Der Goldene Drache (Der Mann, Ein Asiate), Paradise Reloaded – Lillith (Lucifer)
Hans Gefors Skuggspel (Der Gelehrte)
Detlev Glanert Die drei Rätsel (König Zephalus, Fliege)
Heiner Goebbels Landschaft mit entfernten Verwandten (Bariton)
Christoph Graupner Dido (Juba)
Georg Friedrich Haas Morgen und Abend (Johannes)
Johann Adolf Hasse Leucippo (Nunte)
Hans Werner Henze Boulevard Solitude (Lescaut), El Cimarrón (Cimarrón), Der Prinz von Homburg (Prinz), Das Floß der Medusa (Jean-Charles)
Emmerich Kálmán Die Csárdásfürstin (Edwin)
Franz Lehár Die Lustige Witwe (Danilo)
Benoît Mernier Frühlings Erwachen (Moritz Stiefel)
Claudio Monteverdi Combattimento di Tancredi e Clorinda (Testo), L’Orfeo (Orfeo). L’incoronazione di Poppea (Ottone), Il Ritorno d´Ulisse in patria (Ulisse)
Wolfgang Amadeus Mozart Die Zauberflöte (Papageno)
Jan Müller-Wieland Die Irre oder nächtlicher Fischfang (Der Mann)
Fabián Panisello L’officina della resurrezione (Baritone)
Giacomo Puccini Madama Butterfly (Sharpless)
Francis Poulenc Les mamelles de Tirésias (Le Mari)
Wolfgang Rihm Die Eroberung von Mexico (Cortéz), Dionysos (N./Nietzsche/Dionysos), Jakob Lenz (Jakob Lenz)
Gioachino Rossini Il barbiere di Siviglia (Figaro)
Steffen Schleiermacher Kokain (Tobias 2)
Miroslav Srnka Make no Noise (Joseph)
Johann Strauß Die Fledermaus (Gabriel von Eisenstein)
Vladimir Tarnopolski Jenseits der Schatten (Gefangener)
Manfred Trojahn Enrico (Enrico), Ein Brief (Lord Chandos)
Viktor Ullmann Der Kaiser von Atlantis (Kaiser)
Michael Wertmüller Weine nicht, singe! (Aki), Diodati.Unendlich (Lord Byron)
Iannis Xenakis Oresteia (Kassandra, Athena)
Bernd Alois Zimmermann Die Soldaten (Stolzius)

IM ONLINE-STREAM: 21. Dezember 2020, 19:30 Uhr, Ligetisaal – Mumuth, Graz

Programm: Konzert mit Werken von Salvatore Sciarrino, Bernhard Lang, Erik Satie, Olga Neuwirth

Mitwirkende: Klangforum Wien, Holger Falk (Bariton)


8. Januar 2021, 19:30 Uhr, Pierre Boulez Saal, Berlin

Programm:
Robert Schumann Lieder nach Gedichten von Justinus Kerner op. 35
Josef Matthias Hauer Hölderlin-Lieder op. 6
Viktor Ullmann Abendphantasie
Hanns Eisler Hölderlin-Fragmente aus dem Hollywooder Liederbuch

Mitwirkende: Holger Falk (Bariton), Julius Drake (Klavier)


24. Februar 2021, 18:30 Uhr, Im Zentrum LIED, Kammermusiksaal im Humboldt-Gymnasium, Köln

Programm: Liederabend mit Werken von Franz Schubert, Arthur Honegger und Bernhard Lang

Mitwirkende: Holger Falk (Bariton), Eric Schneider (Klavier)


6. März 2021, 18:00 Uhr, deSingel, Antwerpen

Programm: Liederabend mit Werken von Hanns Eisler

Mitwirkende: Holger Falk (Bariton), Steffen Schleiermacher (Klavier)


15./16. Juni 2021, 19:30 Uhr, Theater Schaffhausen (CH)

Programm: Familie Flöz & Franui Himmelerde – Eine Liederoper mit Werken von Franz Schubert, Robert Schumann, Gustav Mahler, Anton Webern u. a.

Mitwirkende: Familie Flöz (Inszenierung & Masken), Felix Nolze (Bühne), Birgit Wentsch (Kostüme), Musicbanda Franui, Maria Bengtsson (Sopran), Holger Falk (Bariton)


20. Juni 2021, 19:00 Uhr, Musikfestspiele Potsdam Sanssouci, Nikolaisaal

Programm: Nelken im Exil – Ein Liederabend mit Werken von Hanns Eisler und Kurt Weill

Mitwirkende: Holger Falk (Bariton), Steffen Schleiermacher (Klavier)

Il Gondoliere Veneziano– Gondolierslieder des 18. Jahrhunderts in Venezianischer Klanglandschaft

In Il Gondoliere Veneziano verbinden sich die Musik und die Klanglandschaft Venedigs in außergewöhnlicher Weise. Wie einst inspirieren die Alltagsgeräusche die Lieder des Gondoliere zu neuer musikalischer Interpretation. Zugleich werden die Soundscapes von der Musik beeinflusst, wenn sich in einer Art Klangmetamorphose Geräusche des Alltags in Referenz an die Musik des Gondoliere zu musikalischen Klängen und Tönen verwandeln. Die Basis des Programms bilden die „Canzoni da battello“, die der Bariton Holger Falk zusammen mit dem Barock-Ensemble „Nuovo Aspetto“ unter der Leitung von Michael Dücker musiziert. Die elektroakustischen Venedig-Stücke des Duos Merzouga stehen kontrasthaft zwischen den Canzoni da Battello, nehmen barocke Fragmente motivisch auf, transponieren melodische Elemente in die zeitgenössische Klangsprache, wobei die Integrität der barocken Musik bewahrt bleibt. In Verbindung dieser beiden Ansätze entsteht ein Venedig-Soundtrack als durchkomponiertes Gesamtwerk. Kirchenglocken, Stimmen, der Klang venezianischer Plätze, die akustische Intimität verwinkelter Gassen, Wasser, Wellen und schlagende Paddel umspielen die Gesänge der Gondoliere.

Besetzung:
Holger Falk (Bariton)
Klangkunst-Duo „Merzouga“: Janko Hanushevsky & Eva Pöpplein (elektroakustische Klangkomposition)
Ensemble „Nuovo Aspetto“: Michael Dücker (Laute), Johanna Seitz (Harfe), Elisabeth Seitz (Salterio), Hartmut Becker (Cello), Evgeny Sviridov (Violine), Daniel Lanthier (Oboe), Leonard Schelb, (Traversflöte), Adrián van der Spoel (Barockgitarre), Andreas Nowak (Perkussion)

Premiere:
17. April 2019, Elbphilharmonie Hamburg, Kleiner Saal
– Eröffnung des Osterfestivals zum Thema Venedig

Holger Falk, als Opern- und Liedinterpret gleichermaßen begehrt, findet genau den richtigen Ton für diese Musik: mit einem leichten Klang, der in seinem fast tenoralem Timbre Schlichtheit und Süße vereint. (…) Wie ein vokales Chamäleon wechselt Holger Falk die Farbe mit der Umgebung der Musik.
Hamburger Abendblatt, Marcus Stäbler, 20. April 2019

Aufnahme & Ausstrahlung des Programms durch den WDR (Saison 2018/19).


Lieder von Hanns Eisler

In einer vierteiligen CD-Edition präsentieren Holger Falk und Steffen Schleiermacher das Lied-Œuvre von Hanns Eisler. Die erste veröffentlichte CD Hanns Eisler Lieder Vol. 1 wurde bereits mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2017 ausgezeichnet und für den Editor’s Choice Award des Gramophone Magazines nominiert. Die zweite CD Lieder Vol. 2 ist im September 2017 erschienen und erhielt ebenfalls positive Resonanz. Das Duo ist regelmäßig auf dem Konzertpodium im Liederabend zu erleben.

Das für ihre Erik Satie-Einspielung mit dem ECHO-Klassik 2016 honorierte Duo eröffnet eine neue Sichtweise auf den Schüler Schönbergs, der lange auf ein überzeugt kommunistisches Schaffen reduziert und in die linke Ecke geschoben wurde. Die Künstler überzeugen in ihrer Ausdrucksvielfalt, Falks präziser Textverständlichkeit und einer beeindruckenden Interpretation der überaus vielseitigen Eisler Lieder. Die erste CD präsentiert Lieder aus der Zeit zwischen 1929 und 1937, deren Texte vorwiegend von Bertolt Brecht stammen und in erster Linie Arbeiter-und Kampflieder sind. Die folgenden drei Aufnahmen widmen sich jeweils einer bestimmten Zeitspanne in Hanns Eislers künstlerischem Schaffen und reichen von Arbeiter-und Kampfliedern, über Chansons und Kunstliedern bis hin zu 12tönigen Kinderliedern.

Besetzung:
Holger Falk (Bariton)
Steffen Schleiermacher (Klavier)

Und es ist schlicht großartig, was Falk und seine Mitstreiter aus den vor allem aus dem 18. Jahrhundert überlieferten canzoni machen. Die immense Beweglichkeit, gestalterische Intelligenz, musikalische Intuition und technische Exzellenz des Solisten sind seit Langem bekannt, man denke nur an seine formidablen Eisler- und Satie-Recitals. Aber es steckt auch ein begnadeter Erzähler in ihm, der im vermeintlich einfältigen Volkston der aus den Gondeln aufsteigenden Barkarolen alle möglichen Farben entdeckt. Liebe und Sehnsucht, Übermut und Melancholie, (…), für jede Stimmung, jede Herzenssache finden die kundig flanierenden Spurensucher den rechten Ausdruck.
Opernwelt, Albrecht Thiemann, August 2020

Er versteht es, vokal zu grimassieren: Er zetert und züngelt, säuselt und näselt – dort wo es passt. Aber er kann auch natürlich schön – dass Falk über einen Bariton von ausgesprochen wohlklingender Substanz verfügt und dass er Linien ganz organisch atmend gestaltet, hat er bereits bei seinem letzten CD-Projekt bewiesen, einer hoch gelobten Serie der Lieder von Hanns Eisler.
Frankfurter Rundschau, Stefan Schickhaus, 16. Juli 2020

Diese Platte ist eine der schönsten Venedig-Hommagen, weil sich Holger Falk das Elektronikmusikduo Merzouga in die Gondel geholt hat. Die beiden haben vor Ort (…) Akustikschnipsel verarbeitet und zwischen die Songs eingestreut, die Holger Falk frech, übermutig, prall, lasziv singt. Die CD ersetzt einen Venedig-Besuch (…) und vermeidet jede Ansteckungsgefahr, außer der durch die Musik.
Süddeutsche Zeitung, Reinhard J. Bremeck, 23. Juni 2020

Der Fokus blieb dennoch klar auf Bariton Holger Falk, (…), der die von ihm geforderte Tour de Force, die sich in der Partitur über fünf Oktaven erstreckt, mit Bravour meisterte.
Münchner Merkur, Tobias Hell, 15. Juni 2020

Großzügig disponiert er Emphase und Ironie, manchmal sogar gleichzeitig, und spinnt dabei unermüdlich feinste musikalische Linien im Volkston.
Die deutsche Bühne, Andreas Falentin, Juni 2020

Seine Stimme stellt Falk auch hier wieder hingebungsvoll in den Dienst der Deklamation und der Verlebendigung eines Gefühlszustandes, bei absoluter Textverständlichkeit. Er singt und gibt sich romantisch und spielt auch in komödiantischer Manier Commedia dell‘arte. Die Stimme verstellt er von geifernder Alter, bis knarzendem Liebhaber, er zetert, weint oder flüstert und schmachtet.
Klassikfavori, Sabine Weber, 28. Mai 2020

Es ehrt Falk, dass er nicht den leichten Weg ging und sein Programm mit Schlagern à la O Sole Mio füllte, die gar nichts mit Venedig zu tun haben, sondern authentische venezianische Kanzonen singt, deren Schönheit man viel lieber genießt als unpassende Lieder. (…) Ein anderes Plus ist Falks Gesang. Er versucht nicht, die Lieder künstlich zu veredeln, sondern singt sie mit der besonderen Klangfarbe der Gattung so genuin wie möglich, temperament- und kraftvoll sowie mit sprühender Rhetorik, mal ruhig-besinnlich, mal aufgeregt-leidenschaftlich oder richtig neckisch.
Pizzicato, Remy Franck, 11. April 2020

Holger Falks Bariton mit hoher Tessitura und seine einfühlsame Diktion verliehen jedem einzelnem Wort dieser Meditation Klarheit und Bedeutung.
Opernglas, Agustin Blanco-Bazán, April 2020

Holger Falk kann sich der Fortsetzung der Gedanken mit kammermusikalischen Mitteln hingeben: ein halbstündiger Monolog à la Thomas Bernhard, der die subtilen Möglichkeiten seines Baritons hörbar macht.
Opernwelt, Hartmut Regitz, April 2020

Trojahn komponierte den Halbstünder für eine Beethoven-Besetzung und den herausragenden Bariton Holger Falk. Der trägt das in einer transluziden Prosodie vor, halb gesungen, halb gesprochen, unaffektiert, bannend und berührend.
Die Welt, Manuel Brug, 5. März 2020

Dann hebt Falks virtuos von tiefsten Baritonlagen bis ins Countertenor-Falsett geführter Gesangspart an. Falk meistert die Tücken dieser höchst anspruchsvoll gesetzten Partie famos, seine Diktion ist makellos plastisch und intellektuell erfüllt.
Neue Zürcher Zeitung, Regine Müller, 14. Februar 2020

Zumal, wenn man einen Sänger zur Verfügung hat wie Holger Falk, der einen mitnimmt, fast hineinzwingt in Hofmannsthals poetischen Endzeit-Sprachdschungel, der seine Stimme bruchlos von der tiefen Baritonlage bis ins Falsett zu führen versteht, der keinen Druck braucht, nie zu laut ist und so präzise und erfüllt artikuliert, dass man jedes Wort versteht.
Die Deutsche Bühne, Andreas Falentin, 9. Februar 2020

(…) der Sänger [vermag] seiner Stimme so viele Nuancen zwischen Zerbrechlichkeit und Wucht abzugewinnen, dass sich gerade wegen dieser stets identischen Ausgangspalette die chamäleonhafte Wandlungsfähigkeit der Eisler’schen Ausdruckswelt besonders gut erschließt. Kleine Ironisierungen wie in manchen Tucholsky-Vertonungen sind möglich und liegen Falk gut, doch viel öfter geht es um Töne großer, schmerzlicher Sehnsucht.
Die Art etwa, wie er in den Hölderlin-Vertonungen des „Songbooks“ mit schlackenlos sachlichem Ernst ohne opernhafte Aufplusterungen und punktgenau artikulierend die dichterischen und musikalischen Inhalte vermittelt, ist klarer, direkter und deutlicher als bei Fischer-Dieskau oder Goerne, gestützt von Schleiermachers kristallklarer und nie falsch bescheidener, sondern offensiv gestisch formender Mitgestaltung. 
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Gerald Felber, 11. November 2019

Holger Falk, als Opern- und Liedinterpret gleichermaßen begehrt, findet genau den richtigen Ton für diese Musik: mit einem leichten Klang, der in seinem fast tenoralem Timbre Schlichtheit und Süße vereint. (…) Wie ein vokales Chamäleon wechselt Holger Falk die Farbe mit der Umgebung der Musik.
Hamburger Abendblatt, Marcus Stäbler, 20. April 2019

Holger Falk glückt stimmlich und darstellerisch ein starkes Charakterportrait des angeberischen Dandys Byron.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Werner M. Grimmel, 27. Februar 2019

Primus inter Pares und auch schauspielerisch eine Wucht: Holger Falk als Lord Byron
Die Zeit, Mirko Weber, 27. Februar 2019

Mit dem Bariton Holger Falk steht für Lord Byron ein perfekter Interpret zur Verfügung. Mit stimmlicher und darstellerischer Exaltation realisiert er die Figur des zerrissenen, genuss- und sexsüchtigen, idealistischen und letztlich einsamen romantischen Helden.
Neue Zürcher Zeitung, Thomas Schacher, 23. Februar 2019

Das Ensemble ist schlicht phänomenal. Holger Falk brilliert als Byron mit ungeheurer Bariton-Bandbreite.
BR Klassik, Jörn Florian Fuchs, 22. Februar 2019

Da der Bariton Holger Falk eine Textverständlichkeit von hundert Prozent zu bieten hat, bleibt der sprechende Charakter dieser Lieder keine theoretische Größe, sondern wird zum Hörgenuss. Falk beherrscht das Energisch-Kernige ebenso wie das Gedankenverlorene. Hier beherrscht ein Sänger seine Stimme mit genialer Natürlichkeit, auch wo er karikiert.
Fono ForumJohannes Schmitz, November 2018

Falk singt mit einer enormen klanglichen Bandbreite, die keine musikvergessene Entspannung zulässt: Es ist, als bissen sich die Texte mit jeder Silbe, jedem Ton tiefer ins Ohr hinein (…) Falks Gestaltungsvermögen ist sensationell, und mit Steffen Schleiermacher (dem Pianisten) hat er einen ebenbürtigen Partner gefunden.
Die Zeit, Hannah Schmidt4. Oktober 2018

Falk, ein „Baritenor“, interpretiert jedes der in ihrem Gestus so vielfältigen, auch unterschiedlichen, ja gegensätzlichen Lieder akkurat und stimmig, nutzt dabei einen Ausdrucksambitus von chansonhafter Pfiffigkeit über die revuehafte Verführung, den bohrenden Balladenton zur agitatorische Aggression, verweigert sich zugleich aber dem allzu vordergründig erhobenen Zeigefinger.
Opernwelt, Gerhard Persche, September 2018

Für die Hauptpartie braucht es einen Bariton, der über eine souverän geführte Kopfstimme gebietet, denn die Wahnsinns-Passagen sind durchweg im Falsett zu singen. Er wurde mit Holger Falk gefunden; auch sein wandlungsfähiges, ungemein eindringliches Spiel macht ihn zur Idealbesetzung.
Opernwelt, Volker Tranow, 1. März 2018

Wie einige französische Baritone – Pierre Bernac und Charles Panzéra – ist Falk ein Wortkünstler hohen Ranges, der über die leisen Intonationen eines Diseurs ebenso verfügt wie über den harschen Kommandoton eines Feldwebels.
Jürgen Kesting, Opernwelt 11/2017, „CD des Monats“

So wie hier hat man Eislers Lieder noch nicht gehört, so fein und klug interpretiert, so individuell ausgedeutet. Holger Falk und Steffen Schleiermacher repräsentieren eine neue Generation von Eisler-Interpreten.
hr2, Niels Kaiser, 23. Mai 2017

Iannis Xenakis‘ „Orestie“ in Basel: Zu hören ist ein großartiger Bariton, Holger Falk, (…) der hinreißend selbstverständlich Normallage und Falsett hin und herwechselt: drohend, lockend, fatalistisch. Der Paradigmenwechsel der Athene und vor allem die Todesangst der Kassandra werden durch Falks vokale Entgrenzung zum Zentrum des Abends.
Süddeutsche Zeitung, Reinhard Brembeck, 5. April 2017

Il Gondoliere Veneziano –
A musical voyage through Venice

Prospero (2020)
Holger Falk, Bariton
Nuovo Aspetto
Merzouga

Hanns Eisler
Lieder Vol. 2
Lieder 1948-1962

MDG (2017)
Holger Falk, Bariton
Steffen Schleiermacher, Klavier

Hanns Eisler
Lieder Vol. 4
Lieder 1917-1929

MDG (2019)
Holger Falk, Bariton
Steffen Schleiermacher, Klavier

Hans-Jürgen von der Wense
Klavierwerke, Lieder, Kammermusik

ES DUR (2016)
Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin
Steffen Schleiermacher, Klavier
Holger Falk, Bariton, u. a.

Hanns Eisler
Lieder Vol. 1
Lieder und Balladen
1929-1937

MDG (2017)
Holger Falk, Bariton
Steffen Schleiermacher, Klavier

Hanns Eisler
Lieder Vol. 3
Lieder 1938-1948

MDG (2018)
Holger Falk, Bariton
Steffen Schleiermacher, Klavier

Peter Eötvös
Paradise Reloaded

BMC-Records (2016)
Hungarian Radio Symphony Orchestra, Gregory Vajda, Dirigent
Holger Falk, Lucifer

Erik Satie
Intégrale des Mélodies et Chansons

MDG (2015)
Holger Falk, Bariton
Steffen Schleiermacher, Klavier

 


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