Christina Daletska Christina Daletska

Christina Daletska

Mezzosopran

Christina Daletska ist eine der eindrucksvollsten jungen Sängerinnen ihrer Generation. Mit außergewöhnlicher Begeisterung und Begabung interpretiert sie insbesondere die Werke des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Presse schwärmt von der phänomenalen Sopranistin Christina Daletska, die jedes Wort mit Sinn, Kraft und Persönlichkeit zu füllen versteht (Tages Anzeiger).  Sie verfügt über einen Stimmumfang von drei Oktaven und singt regelmäßig Sopranpartien.

In der Saison 2021/22 interpretiert Christina Daletska u. a. Toshio Hosokawas The Raven mit der Musikfabrik bei den Tagen für neue Musik Weingarten sowie Gustav Mahlers Das Lied von der Erde mit dem Hermes Ensemble am De Singel Antwerpen.

Sie konzertierte sie mit dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg unter Ingo Metzmacher mit Nonos Prometeo in Amsterdam, Paris, Zürich und bei der Ruhrtriennale und interpretierte Berios Folk Songs (Orchestre de Chambre de Lausanne), Romitellis An Index of Metals (BIT20 Ensemble), Schönbergs Gurre-Lieder (Orquestra Sinfónica do Porto) und Webern Lieder (Remix Ensemble). Mit dem Ensemble Resonanz und Emilio Pomárico brachte sie Migrants von Georges Aperghis und Tagebuch eines Verschollenen von Leoš Janáček/Johannes Schöllhorn bei der MaerzMusik Berlin zur Uraufführung, gefolgt von Konzerten an der Elbphilharmonie Hamburg, im Wiener Konzerthaus, in der Philharmonie Luxembourg und am Muziekgebouw aan’t IJ Amsterdam. 2021 interpretierte sie die Uraufführung von Raphaël Cendos Double Cheese Passions mit dem Ensemble Intercontemporain und IRCAM in der Philharmonie de Paris und sang Mahlers Das Lied von der Erde in einer Neuproduktion von Philippe Quesne bei den Wiener Festwochen (Klangforum Wien).

Sie arbeitete mit dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Balthasar-Neumann Ensemble, den Essener Philharmonikern, dem Tonhalle-Orchester Zürich (Beethovens Missa Solemnis), dem Berner Symphonieorchester (Dvořáks Requiem), dem Orchestre Philharmonique de Liège, dem Swedish Radio Symphony Orchestra Stockholm sowie mit Dirigenten wie Emilio Pomárico, Daniel Harding, Ivor Bolton, Riccardo Muti, Thomas Hengelbrock, Louis Langrée, Jun Märkl, Christopher Hogwood, James Gaffigan, Christian Zacharias, Teodor Currentzis, Zsolt Hamar, Stefan Soltesz, Douglas Boyd, Kirill Karabits u.a. zusammen. Konzerte und Liederabende führten sie außerdem an die Tonhalle Zürich, zu den Salzburger Festspielen und an das Beethovenfest Bonn.

Ihr Operndebüt gab Christina Daletska mit 23 Jahren als Rosina in Rossinis Il barbiere di Siviglia am Teatro Real Madrid. Es folgten Partien ihres Faches wie Cherubino (Le nozze di Figaro) an der Oper Graz, Lucilla (La scala di seta), Rosina (Il barbiere di Siviglia) und Cherubino am Opernhaus Zürich, Mercedes (Carmen) am Festspielhaus Baden-Baden, Annio (La Clemenza di Tito) mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen in Paris, London, Bremen und Dortmund. 2017 sang sie die Uraufführung von Philippe Manourys Kein Licht bei der Ruhrtriennale und in Folge an der Opéra Comique Paris, der Opéra national du Rhin Strasbourg, am Kroatischen Nationaltheater Zagreb und am Grand Théâtre Luxembourg (Regie: Nicolas Stemann). 2018 gab sie ihr Debüt am Teatro La Fenice di Venezia als Queen Elisabeth in der italienischen Erstaufführung von Giorgio Battistellis Richard III unter Leitung von Tito Ceccherini und der Regie von Robert Carsen. Im Sommer 2019 sang sie die Uraufführung LAST CALL von Michael Pelzel am Opernhaus Zürich unter der Leitung von Jonathan Stockhammer und in der Regie von Chris Kondek.

Christina Daletska wurde 1984 in Lemberg (Ukraine) geboren. Sie studierte zunächst Geige bei ihrer Mutter Oksana Trunko und begann 2006 ihr Gesangsstudium mit Ruth Rohner in Zürich. Sie spricht sieben Sprachen und ist offizielle Botschafterin für Amnesty International Schweiz.

Oper / Musiktheater:

Béla Bartók Herzog Blaubarts Burg (Judith*)
Ludwig van Beethoven Fidelio (Marzelline)
Vincenzo Bellini Norma (Adalgisa)
Alban Berg Lulu (Der Gymnasiast)
Georges Bizet Carmen (Mercedes)
Claude Debussy Pelléas et Mélisande (Melisande*)
Gaetano Donizetti L’elisir d’amore (Giannetta)
Umberto Giordano Andrea Chenier (Bersi)
Engelbert Humperdinck Hänsel und Gretel (Hänsel)
Erich Wolfgang Korngold Die tote Stadt (Brigitta/Lucienne)
Pietro Mascagni Cavalleria Rusticana (Lola)
Philippe Manoury Kein Licht (Alt, UA)
Claudio Monteverdi L’incoronazione di Poppea (Poppea)
Wolfgang Amadeus Mozart Così fan tutte (Dorabella, Despina), Don Giovanni (Zerlina), Idomeneo (Idamante), La Clemenza di Tito (Sesto, Annio), Le Nozze di Figaro (Cherubino, Marzellina), Zauberflöte (2. Dame)
Sergei Sergejewitsch Prokofiev Krieg und Frieden (Elen Besuchova, Sonja)
Henry Purcell Dido and Aeneas (Dido)
Gioachino Rossini La Cenerentola (Angelina), Il Barbiere di Siviglia (Rosina), La Gazza Ladra (Ninetta), La Scala di Seta (Lucilla), Moise et Pharaon (Sinaide)
Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch Lady Macbeth von Mzensk (Sonjetka), Moskau, Cherjomyschki (Mascha)
Richard Strauss Capriccio (Clairon *), Elektra (2./3. Magd), Salome (Der Page)
Igor Strawinsky Le Rossignol (Die Köchin)
Giuseppe Verdi Falstaff (Meg Page), La Forza del destino (Preziosilla), La Traviata (Flora), Nabucco (Fenena), Otello (Emilia)
Richard Wagner Das Rheingold (Wellgunde)


Konzert (Auswahl):

Zoltan Almashi Die Grünen Gedanken (UA)
Jean Barraqué Mélodies (UA)
Alban Berg Altenberg-Lieder, Sieben frühe Lieder
Luciano Berio Folk Songs
Hector Berlioz L’enfance du Christ, Les nuits d’été
Ernest Chausson Chanson Perpétuelle
Jean-Luc Darbellay Poemen (UA)
Manuel De Falla El amor brujo, Siete canciones populares españolas
Edison Denissow La vie en rouge
Maurice Duruflé Requiem
Gion Antoni Derungs Dunant (Bertha von Suttner) (UA)
Antonín Dvořák Requiem (S/A), Stabat Mater (S/A), Te Deum,
Charles Gounod Messe solennelle en l’honneur de Sainte-Cécile
Sofia Gubajdulina Die Phazelie
Arthur Honegger Le Roi David (S/A)
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 2, Nr. 4, Nr. 8 (Sopran 3)
Philippe Manoury Gesänge-Gedanken (UA)
Bohuslav Martinu The Epic of Gilgamesh
Tarquinio Merula Canzonetta Spirituale
Olivier Messiaen Chants de Terre et de Ciel*
Darius Milhaud Les soirées de Pétrograde
Luigi Nono Djamila Boupacha, La Fabbrica Illuminata, Prometeo (S II)
Victoria Poleva Sonnenlieder (UA)
Maurice Ravel Shéhérazade
Fausto Romitelli An Index of Metals
Camille Saint-Saёns Oratorio de Noël
Kensaku Shimizu Requiem für Fukushima (UA)
Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch Sinfonie Nr. 14
Arnold Schönberg Gurre-Lieder (Lied der Waldtaube), Pierrot Lunaire *
Igor Strawinsky Les Noces (S)
Michael Tippett A child of our time

* studierte Partien/Werke

7. Mai 2022, 20:00 Uhr, De Singel, Antwerpen
8. Mai 2022, 15:00 Uhr, De Singel, Antwerpen

Programm: Gustav Mahler Das Lied von der Erde

Mitwirkende: HERMESensemble, Martijn Dendievel (Dirigent), Christina Daletska (Mezzosopran), Michael Pflumm (Tenor)


11. Mai 2022, 20:30 Uhr, Cité de la musique – Salle des concerts – Paris 

Programm: Éric Montalbetti Cavernes & Soleils, Poèmes D’andrée Chedid – Uraufführung

Mitwirkende: Ensemble Intercontemporain, Matthias Pintscher (Dirigent), Christina Daletska (Mezzosopran)


11. Juni 2022, 19:30 Uhr, SRF Radiostudio Brunnenhof Zürich

Programm: Edgard Varèse Offrandes, Ruth Seeger Crawford Three Songs on Poems of Carl Sandburg (Schweizer Erstaufführung), Cathy van Eck Neues Werk (Uraufführung), Frank Zappa The Adventures of Greggery Peccary

Mitwirkende: Collegium Novum Zürich, Ilan Volkov (Dirigent), Christina Daletska (Mezzosopran), David Moss (Stimmkünstler)

Details zu den Projekten folgen noch

Und man überliess sich der Stimme der phänomenalen Sopranistin Christina Daletska, die jedes Wort mit Sinn, Kraft und Persönlichkeit zu füllen versteht. Wie Trompetenstösse klingen manche Sätze, anderes verweht in filigranen Girlanden; sie erreicht die höchsten Spitzentöne, stürzt in die Tiefe, manchmal flüstert sich auch nur.
Tagesanzeiger, Susanne Kübler, 25. März 2019

Bei Christina Daletska ist die anspruchsvolle Solo-Partie bestens aufgehoben. Die Sängerin (…) bringt alles mit, was es braucht, um Zimmermanns kühne Gestaltungsvorschriften umzusetzen. Ihre geschmeidige Stimme bewegt sich frei, sinnlich und gleichzeitig glasklar in höchste Lagen. Beherzt setzt die Daletska Akzente, phrasiert. Mit Kraft, Zartheit, Obsession. Die Textverständlichkeit bleibt erhalten, auch wenn das Singen ins Sprechen, Flattern oder Flüstern kippt.
Der Bund, Marianne Mühlemann, 7. September 2018

Sie hat die anrührendste Szene des Abends, wenn sie langsam eine Treppe an der Rückwand der Halle emporsteigt und Zarathustras Nachtwandlerlied „O Mensch! Gib acht!“ aus Gustav Mahlers dritter Sinfonie singt, die Manoury mit eigenen Klängen begleitet.
general-anzeiger-bonn.de, 28. August 2017

Mezzosopranistin Christina Daletska empfahl sich dabei nachdrücklich als Expertin fürs Außergewöhnliche, meisterte alle technischen Klippen, musikalischen Farbwechsel, harmonischen Herausforderungen und dynamischen Bandbreiten in geradezu atemberaubender Manier. Zarteste und dennoch klangvolle Pianissimo Stellen gelangen ihr ebenso mühelos wie expressive Einwürfe und melodramatischen Deklamationen. Im kongenialen Zusammenspiel mit dem versierten Pianisten Walter Prossnitz machte sie so aus den vermeintlich kleinen Werken, die sich mal inhaltlich, mal kompositorisch mit Revolutionen und Wandel auseinandersetzten, großes Kino.
General Anzeiger, 8. Oktober 2016

 


Fotos:

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