Christina Daletska Christina Daletska

Christina Daletska

Mezzosopran

Christina Daletska ist eine der vielseitigsten jungen Sängerinnen ihrer Generation und zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Begeisterung für die Werke des 20. und 21. Jahrhunderts aus.

So konzertierte sie mit Ingo Metzmacher und dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg mit Nonos Prometeo in Amsterdam, Paris, Zürich und bei der Ruhrtriennale und interpretierte Berios Folk Songs (Heinrich Schiff/Orchestre de Chambre de Lausanne), Romitellis An Index of Metals (Baldur Brönnimann/BIT20 Ensemble), Schönbergs Gurre-Lieder (Stefan Blunier/Orquestra Sinfónica do Porto) und Webern Lieder (Peter Rundel/Remix Ensemble). Darüber hinaus gab sie 2013 ihr Debüt mit dem Ensemble Intercontemporain unter Pierre Boulez in Paris mit Manourys Gesänge-Gedanken.

Weiterhin arbeitete sie mit dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Balthasar-Neumann Ensemble, den Essener Philharmonikern, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Berner Symphonieorchester, dem Orchestre Philharmonique de Liège, dem Swedish Radio Symphony Orchestra Stockholm sowie mit Dirigenten wie Daniel Harding, Ivor Bolton, Riccardo Muti, Thomas Hengelbrock, Louis Langrée, Jun Märkl, Christopher Hogwood, James Gaffigan, Christian Zacharias, Teodor Currentzis, Zsolt Hamar, Stefan Soltesz, Douglas Boyd, Kirill Karabits u.a. zusammen. Konzerte und Liederabende führten sie außerdem an die Tonhalle Zürich, zu den Salzburger Festspielen und zum Beethovenfest Bonn.

Ihr Operndebüt gab Christina Daletska mit 23 Jahren als Rosina in Rossinis Il barbiere di Siviglia am Teatro Real Madrid. Es folgten Partien ihres Faches wie Cherubino (Le nozze di Figaro) an der Oper Graz, Lucilla (La scala di seta) am Opernhaus Zürich, Mercedes (Carmen) am Festspielhaus Baden-Baden, Annio (La Clemenza di Tito) in Paris, London, Bremen und Dortmund, Idamante (Idomeneo) in London, Baden-Baden und beim Mozartfest Würzburg. Weitere Engagements führten sie als Zerlina und als Mascha (Schostakowitschs Moskau, Tscherjomuschki) an die Opéra de Lyon sowie als Angelina (La Cenerentola) und als Piacere (Il Trionfo del Tempo e del Disinganno) an das Konzert Theater Bern.

2017 sang sie die Uraufführung von Philippe Manourys Kein Licht bei der Ruhrtriennale und in Folge an der Opéra Comique Paris, bei Musica Strasbourg, am Kroatischen Nationaltheater Zagreb und am Grand Théâtre Luxembourg in der Regie von Nicolas Stemann. 2018 gab sie ihr Debüt am Teatro La Fenice di Venezia als Queen Elisabeth in der italienischen Erstaufführung von Giorgio Battistellis Richard III unter Leitung von Tito Ceccherini und in der Regie von Robert Carsen.

Im Herbst 2018 interpretierte sie erneut Migrants von Georges Aperghis und Tagebuch eines Verschollenen von Leoš Janáček/Johannes Schöllhorn mit dem Ensemble Resonanz und Emilio Pomárico. Nach Konzerten bei der MaerzMusik Berlin, an der Elbphilharmonie Hamburg, im Wiener Konzerthaus folgten nun Aufführungen in der Philharmonie Luxembourg sowie am Muziekgebouw aan’t IJ Amsterdam. Im Sommer 2019 singt sie die Uraufführung LAST CALL von Michael Pelzel am Opernhaus Zürich unter der Leitung von Jonathan Stockhammer und in der Regie von Chris Kondek.

Daletska spricht sieben Sprachen und ist offizielle Botschafterin für Amnesty International.

Oper / Musiktheater:

Béla Bartók Herzog Blaubarts Burg (Judith*)
Ludwig van Beethoven Fidelio (Marzelline)
Vincenzo Bellini Norma (Adalgisa)
Alban Berg Lulu (Der Gymnasiast)
Georges Bizet Carmen (Mercedes)
Claude Debussy Pelléas et Mélisande (Melisande*)
Gaetano Donizetti L’elisir d’amore (Giannetta)
Umberto Giordano Andrea Chenier (Bersi)
Engelbert Humperdinck Hänsel und Gretel (Hänsel)
Erich Wolfgang Korngold Die tote Stadt (Brigitta/Lucienne)
Pietro Mascagni Cavalleria Rusticana (Lola)
Philippe Manoury Kein Licht (Alt, UA)
Claudio Monteverdi L’incoronazione di Poppea (Poppea)
Wolfgang Amadeus Mozart Così fan tutte (Dorabella, Despina), Don Giovanni (Zerlina), Idomeneo (Idamante), La Clemenza di Tito (Sesto, Annio), Le Nozze di Figaro (Cherubino, Marzellina), Zauberflöte (2. Dame)
Sergei Sergejewitsch Prokofiev Krieg und Frieden (Elen Besuchova, Sonja)
Henry Purcell Dido and Aeneas (Dido)
Gioachino Rossini La Cenerentola (Angelina), Il Barbiere di Siviglia (Rosina), La Gazza Ladra (Ninetta), La Scala di Seta (Lucilla), Moise et Pharaon (Sinaide)
Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch Lady Macbeth von Mzensk (Sonjetka), Moskau, Cherjomyschki (Mascha)
Richard Strauss Capriccio (Clairon *), Elektra (2./3. Magd), Salome (Der Page)
Igor Strawinsky Le Rossignol (Die Köchin)
Giuseppe Verdi Falstaff (Meg Page), La Forza del destino (Preziosilla), La Traviata (Flora), Nabucco (Fenena), Otello (Emilia)
Richard Wagner Das Rheingold (Wellgunde)


Konzert:

Zoltan Almashi Die Grünen Gedanken (UA)
Jean Barraqué Mélodies (UA)
Alban Berg Altenberg-Lieder, Sieben frühe Lieder
Luciano Berio Folk Songs
Hector Berlioz L’enfance du Christ, Les nuits d’été
Ernest Chausson Chanson Perpétuelle
Jean-Luc Darbellay Poemen (UA)
Manuel De Falla El amor brujo, Siete canciones populares españolas
Edison Denissow La vie en rouge
Maurice Duruflé Requiem
Gion Antoni Derungs Dunant (Bertha von Suttner) (UA)
Antonín Dvořák Requiem (S/A), Stabat Mater (S/A), Te Deum,
Charles Gounod Messe solennelle en l’honneur de Sainte-Cécile
Sofia Gubajdulina Die Phazelie
Arthur Honegger Le Roi David (S/A)
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 2, Nr. 4, Nr. 8 (Sopran 3)
Philippe Manoury Gesänge-Gedanken (UA)
Bohuslav Martinu The Epic of Gilgamesh
Tarquinio Merula Canzonetta Spirituale
Olivier Messiaen Chants de Terre et de Ciel*
Darius Milhaud Les soirées de Pétrograde
Luigi Nono Djamila Boupacha, La Fabbrica Illuminata, Prometeo (S II)
Victoria Poleva Sonnenlieder (UA)
Maurice Ravel Shéhérazade
Fausto Romitelli An Index of Metals
Camille Saint-Saёns Oratorio de Noël
Kensaku Shimizu Requiem für Fukushima (UA)
Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch Sinfonie Nr. 14
Arnold Schönberg Gurre-Lieder (Lied der Waldtaube), Pierrot Lunaire *
Igor Strawinsky Les Noces (S)
Michael Tippett A child of our time

* studierte Partien/Werke

28. Juni 2019, 19.00 Uhr – Uraufführung
29. Juni 2019, 19.00 Uhr
4./6. Juli 2019, 19.00 Uhr
Opernhaus Zürich

Programm: Michael Pelzel Last Call

Mitwirkende: Ensemble Opera Nova, Jonathan Stockhammer (Musikalische Leitung), Dominik Riedo (Libretto), Chris Kondek (Regie), Sonja Füsti (Bühnenbild), Dino Strucken (Lichtgestaltung), Beate Breidenbach (Dramaturgie), Alina Adamski (Tussy), Christina Daletska (Katzenmann, Johnny), Thomas Erlank (Conferencier), Jungrae Noah Kim (Prahler), Annette Schönmüller (Frau Hahnemann, Sulamit)

Details zu den Projekten folgen noch

Und man überliess sich der Stimme der phänomenalen Sopranistin Christina Daletska, die jedes Wort mit Sinn, Kraft und Persönlichkeit zu füllen versteht. Wie Trompetenstösse klingen manche Sätze, anderes verweht in filigranen Girlanden; sie erreicht die höchsten Spitzentöne, stürzt in die Tiefe, manchmal flüstert sich auch nur.
Tagesanzeiger, Susanne Kübler, 25. März 2019

Bei Christina Daletska ist die anspruchsvolle Solo-Partie bestens aufgehoben. Die Sängerin (…) bringt alles mit, was es braucht, um Zimmermanns kühne Gestaltungsvorschriften umzusetzen. Ihre geschmeidige Stimme bewegt sich frei, sinnlich und gleichzeitig glasklar in höchste Lagen. Beherzt setzt die Daletska Akzente, phrasiert. Mit Kraft, Zartheit, Obsession. Die Textverständlichkeit bleibt erhalten, auch wenn das Singen ins Sprechen, Flattern oder Flüstern kippt.
Der Bund, Marianne Mühlemann, 7. September 2018

Sie hat die anrührendste Szene des Abends, wenn sie langsam eine Treppe an der Rückwand der Halle emporsteigt und Zarathustras Nachtwandlerlied „O Mensch! Gib acht!“ aus Gustav Mahlers dritter Sinfonie singt, die Manoury mit eigenen Klängen begleitet.
general-anzeiger-bonn.de, 28. August 2017

Mezzosopranistin Christina Daletska empfahl sich dabei nachdrücklich als Expertin fürs Außergewöhnliche, meisterte alle technischen Klippen, musikalischen Farbwechsel, harmonischen Herausforderungen und dynamischen Bandbreiten in geradezu atemberaubender Manier. Zarteste und dennoch klangvolle Pianissimo Stellen gelangen ihr ebenso mühelos wie expressive Einwürfe und melodramatischen Deklamationen. Im kongenialen Zusammenspiel mit dem versierten Pianisten Walter Prossnitz machte sie so aus den vermeintlich kleinen Werken, die sich mal inhaltlich, mal kompositorisch mit Revolutionen und Wandel auseinandersetzten, großes Kino.
General Anzeiger, 8. Oktober 2016

 


Fotos:

Um die Fotos herunterzuladen, bitte auf die Fotos klicken.

Christina Daletska

Christina Daletska
Foto: Yuri Helytovych
.jpg / 6,42MB

Christina Daletska
Foto: Yuri Helytovych
.jpg / 3,84MB

Christina Daletska
Foto: Yuri Helytovych
.jpg/ 5,1MB