Christina Daletska Christina Daletska

Christina Daletska

Mezzosopran

Christina Daletska ist eine der eindrucksvollsten jungen Sängerinnen ihrer Generation. Mit außergewöhnlicher Begeisterung und Begabung interpretiert sie insbesondere die Werke des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Presse schwärmt von der phänomenalen Sopranistin Christina Daletska, die jedes Wort mit Sinn, Kraft und Persönlichkeit zu füllen versteht (Tages-Anzeiger). Sie verfügt über einen Stimmumfang von drei Oktaven und singt regelmäßig Sopranpartien.

Im Laufe der Saison 2022/23 bringt Christina Daletska den Zyklus Migrants I-V von Georges Aperghis mit dem Ensemble Resonanz (Dirigent: Emilio Pomárico) beim Festival Musica Strasbourg, am Bozar Brüssel, in der Elbphilharmonie Hamburg und der Kölner Philharmonie zur Uraufführung. Mit dem Klangforum Wien und Emilio Pomárico gastiert sie mit der Produktion Das Lied von der Erde(Gustav Mahler) beim Festival d’Automne à Paris/am Théâtre du Châtelet und an der Opéra de Dijon. Außerdem kehrt sie an das Casa da Música Porto für Haydns Cena de Berenice mit dem Orquestra Sinfónica do Porto Casa da Música (Dirigent: Christian Zacharias) zurück und ist mit dem Ensemble Intercontemporain an der Cité de la musique Paris in Philippe Manourys Vier Lieder aus Kein Licht (Dirigent: François-Xavier Roth) anlässlich des 70. Geburtstags des Komponisten zu erleben.

Im Jahr 2013 gab sie ihr Debüt mit dem Ensemble Intercontemporain unter Pierre Boulez in Paris mit Manourys Gesänge-Gedenken,ein Werk, das sie bereits 2009 mit dem BIT20 Ensemble beim Ultima Festival in Oslo uraufgeführt hat. Sie konzertierte sie mit dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg unter Ingo Metzmacher mit Nonos Prometeo in Amsterdam, Paris, Zürich und bei der Ruhrtriennale und interpretierte Berios Folk Songs (Orchestre de Chambre de Lausanne), Romitellis An Index of Metals (BIT20 Ensemble), Schönbergs Gurre-Lieder (Orquestra Sinfónica do Porto) und Webern Lieder (Remix Ensemble).  Mit dem Ensemble Resonanz brachte sie Migrants von Georges Aperghis und Tagebuch eines Verschollenen von Leoš Janáček/Johannes Schöllhorn bei der MaerzMusik Berlin zur Uraufführung, gefolgt von Konzerten an der Elbphilharmonie Hamburg, im Wiener Konzerthaus, in der Philharmonie Luxembourg und am Muziekgebouw aan’t IJ Amsterdam. 2021/2022 interpretierte sie die Uraufführungen von Raphaël Cendos Double Cheese Passions und Eric Montalbettis Cavernes et Soleils mit dem Ensemble Intercontemporain in der Philharmonie de Paris und sang Mahlers Das Lied von der Erde in einer Neuproduktion von Philippe Quesne bei den Wiener Festwochen (Klangforum Wien).

Sie arbeitete mit dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Balthasar-Neumann Ensemble, den Essener Philharmonikern, dem Tonhalle-Orchester Zürich (Beethovens Missa Solemnis), dem Berner Symphonieorchester (Dvořáks Requiem), dem Orchestre Philharmonique de Liège, dem Swedish Radio Symphony Orchestra Stockholm sowie mit Dirigenten wie Emilio Pomárico, Daniel Harding, Matthias Pintscher, Ivor Bolton, Riccardo Muti, Thomas Hengelbrock, Louis Langrée, Jun Märkl, Christopher Hogwood, James Gaffigan, Christian Zacharias, Teodor Currentzis, Zsolt Hamar, Stefan Soltesz, Douglas Boyd, Kirill Karabits u.a. zusammen. Konzerte und Liederabende führten sie außerdem an die Tonhalle Zürich, zu den Salzburger Festspielen und an das Beethovenfest Bonn.

Ihr Operndebüt gab Christina Daletska mit 23 Jahren als Rosina in Rossinis Il barbiere di Siviglia am Teatro Real Madrid. Es folgten Partien ihres Faches wie Cherubino (Le nozze di Figaro) an der Oper Graz, Lucilla (La scala di seta), Rosina (Il barbiere di Siviglia) und Cherubino am Opernhaus Zürich, Mercedes (Carmen) am Festspielhaus Baden-Baden, Annio (La Clemenza di Tito) mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Idamante (Idomeneo) in London, Baden-Baden und beim Mozartfest Würzburg sowie Hänsel mit dem Orchestre Philharmonique Royal de Liège. Weitere Engagements führten sie als Zerlina (Don Giovanni) und als Mascha (Schostakowitschs Moskau, Tscherjomuschki) an die Opéra de Lyon sowie als Angelina (La Cenerentola) und als Piacere (Il Trionfo del Tempo e del Disinganno) an das Konzert Theater Bern. 2017 sang sie die Uraufführung von Philippe Manourys Kein Licht bei der Ruhrtriennale sowie an der Opéra Comique Paris, der Opéra national du Rhin Strasbourg, am Kroatischen Nationaltheater Zagreb und am Grand Théâtre Luxembourg (Regie: Nicolas Stemann). 2018 gab sie ihr Debüt am Teatro La Fenice di Venezia als Queen Elisabeth in der italienischen Erstaufführung von Giorgio Battistellis Richard III. Im Sommer 2019 sang sie die Uraufführung LAST CALL von Michael Pelzel am Opernhaus Zürich.

Christina Daletska wurde 1984 in Lemberg (Ukraine) geboren. Sie studierte zunächst Geige bei ihrer Mutter Oksana Trunko und begann 2006 ihr Gesangsstudium mit Ruth Rohner in Zürich. Sie spricht sieben Sprachen und ist offizielle Botschafterin für Amnesty International Schweiz.

Oper / Musiktheater:

Béla Bartók Herzog Blaubarts Burg (Judith*)
Ludwig van Beethoven Fidelio (Marzelline)
Vincenzo Bellini Norma (Adalgisa)
Alban Berg Lulu (Der Gymnasiast)
Georges Bizet Carmen (Mercedes)
Claude Debussy Pelléas et Mélisande (Melisande*)
Gaetano Donizetti L’elisir d’amore (Giannetta)
Umberto Giordano Andrea Chenier (Bersi)
Engelbert Humperdinck Hänsel und Gretel (Hänsel)
Erich Wolfgang Korngold Die tote Stadt (Brigitta/Lucienne)
Pietro Mascagni Cavalleria Rusticana (Lola)
Philippe Manoury Kein Licht (Alt, UA)
Claudio Monteverdi L’incoronazione di Poppea (Poppea)
Wolfgang Amadeus Mozart Così fan tutte (Dorabella, Despina), Don Giovanni (Zerlina), Idomeneo (Idamante), La Clemenza di Tito (Sesto, Annio), Le Nozze di Figaro (Cherubino, Marzellina), Zauberflöte (2. Dame)
Sergei Sergejewitsch Prokofiev Krieg und Frieden (Elen Besuchova, Sonja)
Henry Purcell Dido and Aeneas (Dido)
Gioachino Rossini La Cenerentola (Angelina), Il Barbiere di Siviglia (Rosina), La Gazza Ladra (Ninetta), La Scala di Seta (Lucilla), Moise et Pharaon (Sinaide)
Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch Lady Macbeth von Mzensk (Sonjetka), Moskau, Cherjomyschki (Mascha)
Richard Strauss Capriccio (Clairon *), Elektra (2./3. Magd), Salome (Der Page)
Igor Strawinsky Le Rossignol (Die Köchin)
Giuseppe Verdi Falstaff (Meg Page), La Forza del destino (Preziosilla), La Traviata (Flora), Nabucco (Fenena), Otello (Emilia)
Richard Wagner Das Rheingold (Wellgunde)


Konzert (Auswahl):

Zoltan Almashi Die Grünen Gedanken (UA)
Jean Barraqué Mélodies (UA)
Alban Berg Altenberg-Lieder, Sieben frühe Lieder
Luciano Berio Folk Songs
Hector Berlioz L’enfance du Christ, Les nuits d’été
Ernest Chausson Chanson Perpétuelle
Jean-Luc Darbellay Poemen (UA)
Manuel De Falla El amor brujo, Siete canciones populares españolas
Edison Denissow La vie en rouge
Maurice Duruflé Requiem
Gion Antoni Derungs Dunant (Bertha von Suttner) (UA)
Antonín Dvořák Requiem (S/A), Stabat Mater (S/A), Te Deum,
Charles Gounod Messe solennelle en l’honneur de Sainte-Cécile
Sofia Gubajdulina Die Phazelie
Arthur Honegger Le Roi David (S/A)
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 2, Nr. 4, Nr. 8 (Sopran 3)
Philippe Manoury Gesänge-Gedanken (UA)
Bohuslav Martinu The Epic of Gilgamesh
Tarquinio Merula Canzonetta Spirituale
Olivier Messiaen Chants de Terre et de Ciel*
Darius Milhaud Les soirées de Pétrograde
Luigi Nono Djamila Boupacha, La Fabbrica Illuminata, Prometeo (S II)
Victoria Poleva Sonnenlieder (UA)
Maurice Ravel Shéhérazade
Fausto Romitelli An Index of Metals
Camille Saint-Saёns Oratorio de Noël
Kensaku Shimizu Requiem für Fukushima (UA)
Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch Sinfonie Nr. 14
Arnold Schönberg Gurre-Lieder (Lied der Waldtaube), Pierrot Lunaire *
Igor Strawinsky Les Noces (S)
Michael Tippett A child of our time

* studierte Partien/Werke

11. Juni 2022, 19:30 Uhr, SRF Radiostudio Brunnenhof Zürich

Programm: Edgard Varèse Offrandes, Ruth Seeger Crawford Three Songs on Poems of Carl Sandburg (Schweizer Erstaufführung), Cathy van Eck Neues Werk (Uraufführung), Frank Zappa The Adventures of Greggery Peccary

Mitwirkende: Collegium Novum Zürich, Ilan Volkov (Dirigent), Christina Daletska (Mezzosopran), David Moss (Stimmkünstler)


24./25. Juni 2022, 20:30 Uhr
26. Juni 2022, 13:30 Uhr, Holland Festival, Amsterdam

Programm: Philippe Manoury Kein Licht

Mitwirkende: Lucillin Luxembourg, Julien Leroy (Dirigent), Nicolas Stemann (Regie), Elfriede Jelinek (Text), Christina Daletska (Mezzosopran)


15. September 2022, 20:30 Uhr, Palais de fêtes, Strasbourg

Programm: Georges Aperghis Migrants

Mitwirkende: Ensemble Resonanz, Emilio Pomarico (Dirigent), Christina Daletska (Mezzosopran)

Details zu den Projekten folgen noch

Und man überliess sich der Stimme der phänomenalen Sopranistin Christina Daletska, die jedes Wort mit Sinn, Kraft und Persönlichkeit zu füllen versteht. Wie Trompetenstösse klingen manche Sätze, anderes verweht in filigranen Girlanden; sie erreicht die höchsten Spitzentöne, stürzt in die Tiefe, manchmal flüstert sich auch nur.
Tagesanzeiger, Susanne Kübler, 25. März 2019

Bei Christina Daletska ist die anspruchsvolle Solo-Partie bestens aufgehoben. Die Sängerin (…) bringt alles mit, was es braucht, um Zimmermanns kühne Gestaltungsvorschriften umzusetzen. Ihre geschmeidige Stimme bewegt sich frei, sinnlich und gleichzeitig glasklar in höchste Lagen. Beherzt setzt die Daletska Akzente, phrasiert. Mit Kraft, Zartheit, Obsession. Die Textverständlichkeit bleibt erhalten, auch wenn das Singen ins Sprechen, Flattern oder Flüstern kippt.
Der Bund, Marianne Mühlemann, 7. September 2018

Sie hat die anrührendste Szene des Abends, wenn sie langsam eine Treppe an der Rückwand der Halle emporsteigt und Zarathustras Nachtwandlerlied „O Mensch! Gib acht!“ aus Gustav Mahlers dritter Sinfonie singt, die Manoury mit eigenen Klängen begleitet.
general-anzeiger-bonn.de, 28. August 2017

Mezzosopranistin Christina Daletska empfahl sich dabei nachdrücklich als Expertin fürs Außergewöhnliche, meisterte alle technischen Klippen, musikalischen Farbwechsel, harmonischen Herausforderungen und dynamischen Bandbreiten in geradezu atemberaubender Manier. Zarteste und dennoch klangvolle Pianissimo Stellen gelangen ihr ebenso mühelos wie expressive Einwürfe und melodramatischen Deklamationen. Im kongenialen Zusammenspiel mit dem versierten Pianisten Walter Prossnitz machte sie so aus den vermeintlich kleinen Werken, die sich mal inhaltlich, mal kompositorisch mit Revolutionen und Wandel auseinandersetzten, großes Kino.
General Anzeiger, 8. Oktober 2016

 


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