Tora Augestad Tora Augestad

Tora Augestad

Mezzosopran

Tora Augestads Vielseitigkeit inspiriert Komponisten, Regisseure und Dirigenten. Mit von ihr in Auftrag gegebenen Kompositionen und in ihren verschiedenen Ensembles sucht sie stets nach künstlerischem Austausch und neuen Herausforderungen. Dabei weiß sie darstellerisch zu überzeugen und ihre vokalen Fähigkeiten, die eine Einordnung in gängige Stimmfächer sprengen, klug einzusetzen. Die 1979 in Bergen geborene Sängerin und Schauspielerin studierte sowohl klassische Musik als auch Jazzgesang und widmete sich dabei intensiv dem Repertoire des 20. und 21. Jahrhunderts.

Inzwischen ist Tora Augestad regelmäßiger Gast in Opernhäusern, Konzertsälen und Theatern in ihrer Heimat Norwegen und in ganz Europa und teilt das Podium mit musikalischen Partnern wie dem Ensemble Modern (Weills Die Dreigroschenoper mit HK Gruber), Oslo Philharmonic Orchestra (Schönbergs Pierrot Lunaire mit Jukka-Pekka Saraste, Weills Die Sieben Todsünden mit Joshua Weilerstein), NRK Norwegian Radio Orchestra (Hillborgs …lontana in sonno…), Ensemble Contrechamps (Gardners No Thanks), Klangforum Wien (Griseys Quatre chants pour franchir le seuil), Remix Ensemble (Berios Folksongs), Finnish Chamber Orchestra (Paus’ Hate Songs), dem NDR Elbphilharmonie Orchester (Widmanns Dunkle Saiten mit Thomas Hengelbrock) und den Bamberger Symphonikern (Silvesterkonzert mit HK Gruber).

Zu einer Konstante in ihrem künstlerischen Leben hat sich Tora Augestads Zusammenarbeit mit dem Schweizer Regisseur Christoph Marthaler entwickelt, die 2010 mit der Uraufführung von Beat Furrers Wüstenbuch begann. Seine Produktionen führten sie u. a. an das Theater Basel, das Opernhaus Zürich, das Royal Opera House London, die Staatsoper Berlin, die Wiener Festwochen u.a. renommierte Festivals. 2016/17 war Tora Augestad an der Volksbühne mit Hallelujah und Bekannte Gefühle, Gemischte Gesichter zu erleben.

2004 gründete Tora Augestad mit renommierten Musikern der norwegischen Jazzszene das Ensemble MUSIC FOR A WHILE. Nach Veröffentlichung der ersten gemeinsamen CD Weill Variations wurde die Sängerin 2008 mit dem begehrten Lotte-Lenya-Preis ausgezeichnet.

Tora Augestad ist seit 2015 Künstlerische Leiterin des Hardanger Music Festivals in Norwegen und wurde für den Nordic Council Music Prize 2015, den wichtigsten Kulturpreis in Skandinavien, nominiert.

Die Saison 2017/18 führt Tora Augestad mit der Lautten Compagney Berlin und Wolfgang Katschner zu den Niedersächsischen Musiktagen und den Händelfestspielen Halle mit einem neuen Programm, das 2017 bei den Schwetzinger SWR Festspielen erfolgreich Premiere hatte. Darüber hinaus debütiert sie mit dem Bergen Philharmonic Orchestra und Edward Gardner in ihrer Heimatstadt mit einer Uraufführung von Henrik Hellstenius. Weiterhin stehen u.a. Gastspiele mit Marthalers King Size in Südamerika an.

Oper / Musiktheater:

Berge Byterminalen (Marianne, UA)
Eivind Buene September Songs (Hedda 2)
Christian Eggen Eine Bitte (Die Frau)
Hanns Eisler Die Mutter (Die Mutter)
Beat Furrer Wüstenbuch (Sopran II)
Henrik Hellstenius Ophelia – Death by Water singing (Die Königin/Waldmagd 2)
Tom Johnson The four note opera (Alt)
Cecilie Ore Adam & Eve – A Divine Comedy (Virgilia)
Marcus Paus Die Hexen (Die große Hexe, UA)
Niels Rønsholdt Inside your mouth sucking the sun (Josephine)
Kurt Weill Die Dreigroschenoper (Jenny, Polly), Die Sieben Todsünden (Anna)


Konzert:

Louis Andriessen The New Math(s)
Luciano Berio Folk Songs, Recital for Cathy
Leonard Bernstein Somewhere
Beat Furrer Canti della tenebra
Evan Gardner No Thanks
George and Ira Gershwin I got rhythm
Gérard Grisey Quatre chants pour franchir le seul
Henrik Hellstenius As if the law is everything (UA)
Friedrich Hollaender Falling in love again (Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt)
Anders Hillborg …lontana in sonno
Charles Ives Five Songs
Benedict Mason Chaplin Operas
Marcus Paus Hate Songs
Astor Piazzolla Yo Soy Maria
Arnold Schönberg Pierrot Lunaire
Mischa Spoliansky Life’s a swindle (Alles Schwindel)
Kurt Weill I’m a stranger here myself, Mackie Messer, Surabaya Johnny

27. Februar 2018, 20:00 Uhr
10. März 2018, 20:00 Uhr
11. März 2018, 15:00 Uhr
25. März 2018, 19:00 Uhr
31. März 2018, 18:00 Uhr
2. April 2018, 19:00 Uhr
5./7. April 2018, 20:00 Uhr
Schauspielhaus Zürich

Programm: Christoph Marthaler Wir nehmen es auf uns (Mir nämeds uf öis)

Mitwirkende: Christoph Marthaler (Regie), Duri Bischoff (Bühne), Sara Kittelmann (Kostüme), Bendix Dethleffsen + Stefan Wirth (Musik), Bendix Dethleffsen, Bernhard Landau, Elisa Plüss, Gottfried Breitfuss, Jean-Pierre Cornu, Nicolas Rosat, Nikola Weisse, Raphael Clamer, Siggi Schwientek, Stefan Wirth, Susanne-Marie Wrage, Tora Augestad, Ueli Jäggi


3./4./6. März 2018, Sao Paulo 

Programm: Christoph Marthaler King Size

Mitwirkende: Christoph Marthaler (Regie), Duri Bischoff (Bühnenbild), Malte Ubenauf (Dramaturgie), Sarah Schittek (Kostüme), Bendix Dethleffsen (Dirigent), Bendix Dethleffsen, Michael Von Der Heide, Hildegard Alex, Tora Augestad


30. Mai 2018, 19:30 Uhr, Händel Festspiele, St.-Georgen-Kirche, Halle

Programm: As on a Sunshine Summer’s Day (Arien und Werke von Georg Friedrich Händel)

Mitwirkende: Lautten Compagney Berlin, Wolfgang Katschner (Musikalische Leitung), Tora Augestad (Gesang)

Ensemble Music for a while

Eine einzigartige und frische Kombination aus Jazz-Improvisation und klassischer Musik bringt das norwegische Ensemble Music for a while rund um die Sängerin Tora Augestad auf die Bühne. Die kongenialen Musiker Stian Carstensen, Mathias Eick, Martin Taxt und Pål Hausken interpretieren in eigenen Arrangements gemeinsam mit Tora Augestad Balladen und Songs von Kurt Weill, aber auch klassische Lieder und Arien von J. S. Bach, Henry Purcell, John Dowland, G. F. Händel, Franz Schubert u. a. Komponisten. Das Ensemble war bereits beim Beethovenfest Bonn, den Dresdner Musikfestspielen, den Händel-Festspielen Halle, dem Musikfest Stuttgart und anderen Festivals zu Gast und veröffentlichte die drei CDS Weill Variations (2007), Graces that refrain (2012) und Canticles of Winter (2014) auf Grappa. Die vierte CD ist in Planung.

Besetzung:
Tora Augestad (Gesang)
Stian Carstensen (Akkordeon, Steel Guitar)
Mathias Eick (Trompete)
Martin Taxt (Tuba)
Pål Hausken (Schlagzeug)


BOA-Trio

Dem Trio scheinen keine musikalischen Grenzen gesetzt, bewegt es sich federleicht zwischen zeitgenössischer Klassik, Jazz- und Pop-Musik und inspiriert norwegische Komponisten höchst unterschiedlicher Genres, für diese ungewöhnliche Besetzung zu schreiben. Die Nachnamen der versierten Künstler Morten Barrikmo, Tanja Orning und Tora Augestad bilden dabei den Namen des 2006 gegründeten Trios. Das Repertoire wird stets erweitert und wurde u. a. von Jarle Berhoft-Sjodin, Eivind Buene, Evan Gardner, Hanne Hukkelberg, Jenny Hval, Ole Henrik Moe Jr., Morten Qvenild, Susanne A. Sundfor, Christian Wallumrod und Bugge Wesseltoft bereichert. Auf der Bühne war das BOA-Trio bisher u.a. beim Ultima Festival Oslo, im Radialsystem Berlin, bei Wien Modern und bei den Klangspuren Schwaz live zu erleben. Ihre Debüt-CD mOOn Over tOwns dokumentiert diese weite musikalische Bandbreite.

Besetzung:
Morten Barrikmo (Klarinette)
Tanja Orning (Violoncello)
Tora Augestad (Gesang)


RUMI SONGS

Das Programm RUMI SONGS präsentiert Lieder des norwegischen Komponisten und Jazz-Saxophonisten Trygve Seim auf Basis von Gedichten des Sufi-Philosophen Jelaluddin Rumi – gesungen auf Englisch. Das Ergebnis ist eine einzigartige Kombination von nordisch-orientalischen Klängen, Jazz-Improvisation und populärer und avantgardistischer Musik. Das überaus versierte norwegische Quartett Augestad, Seim, Haltli und Henryson versteht sich bestens auf die Interpretation dieser neuartigen Kompositionen. RUMI SONGS wurde bei ECM im Sommer 2016 veröffentlicht und ist die erste CD von Tora Augestad bei dem renommierten Label. Das Magazin Jazzecho urteilte: „Nicht weniger beeindruckend als die drei Instrumentalisten ist auch die Mezzosopranistin Tora Augestad. Sie ist der Herausforderung, Seims Rumi-Vertonungen eine Stimme zu geben, glänzend gewachsen.“

Besetzung:
Tora Augestad (Gesang)
Trygve Seim (Saxophon)
Frode Haltli (Akkordeon)
Svante Henryson (Violoncello)


“Wir sind ein Traum der Zeiten

„Melancholie ist das Vergnügen, traurig zu sein.“ Victor Hugo (1802–1885)

In diesem neuen Programm treffen barocke Klänge auf Sehnsüchte, Träume und Wehmut der Texte von William Shakespeare, Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Müller u. a. Schriftstellern. Diese erste Zusammenarbeit zwischen Tora Augestad und der Lautten Compagney Berlin rund um den musikalischen Leiter Wolfgang Katschner feierte im Rahmen der Schwetzinger SWR Festspiele 2017 Premiere und ist im Herbst 2017 zu den Niedersächsischen Musiktagen eingeladen. Arien und instrumentale Werke von Komponisten wie John Dowland, Johann Philipp Krieger, Thomas Campion, William Byrd, Francesco Cavalli, Claudio Monteverdi, Henry Purcell und Franz Schubert erfüllen die Zuhörer mit seligen Seufzern und entlässt sie verzaubert in die Nacht, damit sie ihre eigenen Träume ergründen können.

Besetzung:
Tora Augestad (Gesang)
Wolfgang Katschner (Konzept und musikalische Leitung)
Lautten Compagney BERLIN: Zink, Blockflöte, Violine (2), Viola, Violone, Percussion, Orgel/Cembalo,
Theorbe/Barockgitarre, Laute

Gesungen wird ausnahmslos hervorragend, allen voran die ausgebildete Mezzosopranistin Tora Augestad als singendes Hologramm.
Schaffhauser Nachrichten, 19. Dezember 2017

Die „umwerfende“ Tora Augestad lässt die sich zuweilen bedrohlich auftuenden „Lücken“ des Abends „rasch wieder vergessen“.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. Dezember 2017

Wenn Tora Augestad „mit Engelsstimme“ Wagner „Kate-Bushhaft verjazzt“, sei das die „schönstmögliche Untergangsschändung“.
taz, 16. Dezember 2017

Tora Augestad versorgt die Menschen mit dem, was ihnen fehlt: Die „selbstreinigende Kraft“ musikalischer Einfühlung für ihre „guilty bodies“.
Nachtkritik.de, 15. Dezember 2017

Ohne die hinreissende Mezzosopranistin und Jazzsängerin Tora Augestad als «menschliches Hologramm», wäre das Stück allerdings „nicht so gut zu nehmen“.
Der Bund, 15. Dezember 2017

Es ist ein bezaubernder Abend, den Augestad in der Stiftskirche gestaltet. Fast unmerklich zieht sie den Zuhörer in ihren Bann; erst durch ihre beeindruckende Stimme, später durch Gestik und Mimik. (….) Sicher ist: Augestad weiß um die Wirkung ihrer Gesten. Da ist kein Zuviel, keine Übertreibung. Überhaupt: Was für eine Wandlungsfähigkeit zeichnet diese Sängerin aus. Eben noch singt sie das fast fröhliche „Lachen und Weinen“ von Franz Schubert – fünf Lieder weiter klagt sie und jammert, dass Einem das Herz wehtut. (…)Zum Schluss ein Wort zu Augestads unglaublicher Stimme. Hell und klar, volumenreich und kraftvoll, gibt es wohl kaum eine Partie, die sie nicht singen könnte. Bis ins leise Pianissimo deutlich artikulierend gibt sie den Liedern einen ganz eigenen Schwung (…)
Schaumburger Nachrichten, 13.Oktober 2017,

Tora Augestad füllte diese Rolle [Kurt Weill Interpretin] mit nur angedeuteter Laszivität, aber enormer stimmlicher Vielfalt aus. (…) [Ihre] Stimme reicht vom leicht hauchigen Piano tiefer Register bis zu strahlender Höhe.
Fränkischer Tag, 2.1.2017

Nicht weniger beeindruckend als die drei Instrumentalisten ist auch die Mezzosopranistin Tora Augestad. Sie ist der Herausforderung, Seims Rumi-Vertonungen eine Stimme zu geben, glänzend gewachsen.
Jazzecho, 25.08.2016

Gesungen wird in „Hallelujah“ wunderbar, das ist Marthaler-Ehrensache. (…) Tora Augestad flutet die Country-Klassiker mit Leidenschaft.
Nachtkritik.de, 18.02.2016

Eine grandiose Tora Augestad. (…) „Boulder to Birmingham“ von Emmylou Harris singt Tora Augestad mit demselben schmerzschönen Glanz wie Dolly Parton „Little Sparrow“.
Deutschlandfunk, 19.02.2016

Tora Augestads wunderbar klarer Mezzosopran berührte vom ersten Ton an. Mühelos alle Registerwechsel meisternd bezauberte sie als leidenschaftlich Liebende („Surabaya Johnny“, „Come again“ von John Dowland) ebenso wie als sensible Erzählerin („Der Leiermann“ und „Gute Nacht“ aus Schuberts „Winterreise“). Ihre charmant-lässige Version von „Mackie Messer“ setzt Maßstäbe. 
General-Anzeiger Bonn 29.09.2015

Tora Augestad ist der Star des Abends: ihre ungewöhnliche, jazzige Herangehensweise an die zeitgenössischen Stücke ist wunderbar. Augestad hat auch ein angeborenes komödiantisches Talent: je weiter der Abend voran schreitet, desto mehr offenbart sich auch ihr Sinn für Humor durch ironische Tanzbewegungen, originelle Gestik und willentlich übertriebene Gesangspassagen. Wer sich in diesem Stück verloren fühlt, wird durch die ruhige Überzeugungskraft von Tora Augestad und ihre offensichtliche Freude an der Rolle darin bestärkt trotzdem lachen zu dürfen.
Bachtrack, April 2015

Als Darstellerin spricht Tora Augestad den Zuschauer direkt an. Sie hat Charisma und Persönlichkeit, sie macht sich die Bühne zu eigen. Trotzdem ist sie als Musikerin nicht theatral, sondern sie findet eine ähnliche Präsenz in der Struktur und Aussage der Musik, die sie als Künstlerin wiederspiegelt. (…) Tora Augestad ist eine stimmliche Multi-Künstlerin.
Klassekampen, Januar 2015

Möglicherweise wird auch keine Interpretin je wieder so kongenial zitteraalig Whitney Houston parodieren wie die stimmgewaltige Tora Augestad (…).
Der Tagesspiegel, Oktober 2014


Audiomitschnitte:

Une jeune fillette – Traditional (Music for a while):

 

When I See Your Face (RUMI-SONGS):


Fotos:

Tora Augestad

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